Gut 30 Jäger aus Ober- Unter- und Mittelfranken waren am Montag nach Stettfeld gekommen, um dort einen Lehrgang über die Trichinenschau bei Wildschweinen zu besuchen. Christian Wilhelm hatte Räume zur Verfügung gestellt und den Lehrgang initiiert. "Anders wäre nichts zusammengekommen und wir haben den Platz. Da habe ich gesagt, wir machen es bei uns", erklärte er.

In Theorie und Praxis erfuhren die Waidmänner alles Wichtige über die parasitären Fadenwürmer und die Entnahme der Proben für ihre Erkennung.

Veterinäramtsleiter Werner Hornung (Haßfurt) erklärte seinen Zuhörern, dass jährlich zwischen 200 und 400 Wildschweine auf Trichinen untersucht werden. Hiervon seien etwa zehn Prozent von den Parasiten betroffen. Im Mittel würden zwar nur rund 0,003 Prozent der Tiere positiv getestet, dennoch hätte ein Befall für den Menschen schwerwiegende Folgen. "Wenn die Infektion nicht rechtzeitig erkannt wird, bekommen Sie das Ihr Leben lang nicht mehr los", warnte Hornung. "Sie werden dann ewig mit rheumaartigen Muskelschmerzen leben müssen."

Ein erst im Frühjahr in Bayreuth aufgetretener Fall zeige dabei, wie wichtig die Untersuchung ist.
Im Anschluss an die theoretische Unterweisung durfte jeder der Anwesenden am Objekt die Probenentnahme üben. Auch hier wurde besonderer Wert auf die Sauberkeit im Umgang mit dem Fleisch und die notwendige Kühlung gelegt.