Die Arbeiten an den Hochbehältern im Bereich des Wasser-Zweckverbands der Theres Gruppe gehen zügig voran. Ziel der Sanierungen ist, die Versorgung der angeschlossenen Dörfer mit Trinkwasser nachhaltig zu verbessern. "Wir kommen langsam auf die Zielgerade", freute sich Bürgermeister Matthias Schneider (CSU), zugleich Vorsitzender des Zweckverbands, bei der jüngsten Zusammenkunft.

Vier Hochbehälter und ein Maschinenhaus gibt es im Verbandsgebiet der Theres Gruppe. Um die gute Infrastruktur und eine optimale und sichere Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten, muss der Verband bestrebt sein, dass am Ende qualitativ hochwertiges Wasser aus den Hähnen fließt. Dazu sollte die Technik auf dem neuesten Stand sein.


48 Kilometer Leitungen


Die Ortsnetze und Fernleitungen im Verbandsgebiet summieren sich auf rund 48 Kilometer. Versorgt werden die Ortschaften Gädheim, Ottendorf, Greßhausen, Obertheres, Untertheres und Buch sowie auf Schonunger Seite die Dörfer Abersfeld mit Rednershof und Waldsachsen mit Bayerhof.

Die Erneuerung der Hochbehälter in Buch (Kosten: 311 535,24 Euro) und Waldsachsen (154 000 Euro) sowie die Sanierung des Maschinenhauses in Untertheres (106 968,91 Euro) sind abgeschlossen. Die Trinkwasserspeicherreservoirs in Gädheim (rund 260 000 Euro) und Obertheres (etwa 542.600 Euro) befinden sich parallel in der Umbauphase. Neben den Verbesserungen der Abdeckungen und Beschichtungen der Wasserkammern werden auch die hydraulischen Rohrleitungen ertüchtigt und das Belüftungssystem optimiert.


Neue Wasserkammer


In Buch wurde eine zusätzliche neue Wasserkammer gebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 1,4 Millionen Euro.

Vor der Sitzung hatten sich die Mitglieder der Verbandsversammlung ein Bild vom Fortgang der Arbeiten am Oberthereser Hochbehälter gemacht. Der größte Wasserspeicher mit 750 Kubikmeter Fassungsvolumen im Verbandsbereich wird seit über einem Monat saniert.

Kai Niedergesäß vom Büro Alka erläuterte den Stand der Arbeiten. Eine von zwei Kammern sei bereits mit Sand bestrahlt worden und werde derzeit für die neue Beschichtung vorbereitet. Die Decken der Kammern sind laut Ingenieur freigelegt worden, um eine Wärmedämmung anbringen zu können. Ziel sei, "das Schwitzwasserproblem in den Griff zu bekommen", erläuterte Niedergesäß. Das Kondenswasser habe dazu geführt, dass es zu Schäden an der Bausubstanz aus Beton und Stahl kam.

Die drei Lüftungstürme entsprechen nach Aussage des Fachmanns nicht mehr den Vorschriften und werden im Zuge der Erneuerung abgebrochen und stillgelegt. In Zukunft sorge eine spezielle Luftfilteranlage im Vorraum für einen korrekten Luftaustausch, um die hygienischen Anforderungen sicherzustellen. Auch die Außenfassade werde mit einer neuen Wärmedämmung erneuert.


Pultdach wird gebaut


Das schadenanfällige Flachdach werde durch ein Pultdach ersetzt. Auf die geneigte Dachfläche werde auch eine Photovoltaikanlage installiert, die "den Eigenstrombedarf des Hochbehälters decken soll", so Niedergesäß am Oberthereser Hochbehälter.

Ulrike Peter vom Büro für kommunale Dienstleistung und Beratung in Augsburg erläuterte die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen über einen Verbesserungsbeitrag. Zweckverband und Gemeinde informieren die Grundstückseigentümer seit September 2010 über die Festsetzung dieser Beiträge. "Wenn wir die Kosten auf alle Grundstückseigentümer im großen Verbandsgebiet umlegen, werden zumutbare und verträgliche Beiträge realisiert", so Bürgermeister Matthias Schneider. Die Alternative, die Wassergebühren (derzeit 72 Euro pro Jahr) und/oder den Wasserpreis (momentan 2,08 Euro pro Kubikmeter) zu erhöhen, sei aufgrund der unterschiedlichen Haushaltsstrukturen nicht vertretbar, so Schneider. Außerdem sei es Ziel, "die Kosten sehr moderat zu halten".