Wer viel Konfitüre und fruchtige Brotaufstriche machen will, braucht eine große Küche. Die gibt es in Haßfurt bei Maintal-Konfitüren. Das mittelständische Unternehmen wurde durch seine Hagebutten-Konfitüre (Hiffenmark) weltweit bekannt und produziert jährlich etwa 4000 Tonnen Konfitüre und Fruchtaufstrich. Der Fränkische Tag lud im Rahmen seiner Sonderserie "Franken Kulinaria" Leser ein, das Werk in der Kreisstadt zu besichtigen.

Betriebsleiter Christian Hastedt führte die Gruppe am Montagnachmittag durch die Produktion. Und tatsächlich war es Vertrautes, was die Teilnehmer hier sahen. Wie in der heimischen Küche sind hier die Abläufe ähnlich, von Früchte waschen über pulen, zuckern, einkochen, abfüllen und auf die Gläser schreiben, was drin ist - nur eben maschinell und dadurch ziemlich flink. FT-Leserin Christine Sippel aus Zapfendorf hält ein Glas Bio-Aronia-Konfitüre in den Händen und sagt über die auch Apfelbeere genannte Frucht, dass diese gesund und als Gewächs pflegeleicht sei: "Die hat Zukunft." Selber habe sie das auch schon eingekocht, nun ist sie gespannt, wie der Aufstrich aus der Haßfurter Küche schmeckt. Leser Erwin Scheer aus Sand hat bei dem Rundgang viel dazu gelernt, wie er sagt. Als interessantesten Aspekt bezeichnete er die Regionalität vieler Produkte.

Eines wäre da noch zu klären: Heißt es nun Fruchtaufstrich oder Konfitüre... oder wie? Betriebsleiter Hastedt klärt auf: Konfitüre enthält mindestens 35 Prozent Frucht (Konfitüre extra 45 Prozent), Fruchtaufstrich hat in der Regel mindestes 50 Prozent oder mehr Fruchtgehalt, wenngleich es hier keine Vorschriften gebe. Und Marmelade? So darf sich in Deutschland nur ein Brotaufstrich nennen, der aus Zitrusfrüchten hergestellt worden ist.