Das Unwetter betraf zahlreiche Orte. Der Schwerpunkt lag in den "Heiligen Ländern" entlang des Ebelsbachtales, im Raum Haßfurt, Königsberg, Zeil, Ebelsbach, Eltmann. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand (Stand am Sonntag um 21 Uhr). Felsbrocken blockierten aber an mehreren Stellen die Straßen.

Die Höhe des Schadens lässt sich aktuell nicht beziffern und dürfte immens sein, da beispielsweise im Bereich der Paßmühle ein halber Hang samt Unterbau einen Hohlweg herunterkam. Dabei wurden mehrere Autos und landwirtschaftliche Fahrzeuge beschädigt bzw. von der Schlammlawine aufeinander geschoben. Szenen, die an Felsstürze in den Alpen erinnerten. Die Steinbrocken lagen nur so auf den Straßen herum und die Sturzbäche rauschten wie in den Alpen, weswegen auch mehrere Kreisstraße gesperrt werden mussten. Zum Teil stellten Feuerwehrleute ihre Privatautos vor einem Sturzbach mit Warnblinkanlage ab oder halfen Wehren untereinander aus. Beispielsweise war im Bereich Neubrunn/Breitbrunn auch die FFW Jesserndorf im Einsatz.

Besonders heftig wütete das Unwetter auch in Altershausen (Stadt Königsberg). Schlamm ergoss sich in einer Höhe von fünf bis zehn Zentimetern nahezu flächendeckend auf die Durchfahrtsstraße. Die Feuerwehr und die Anwohner rückten mit schwerem Gerät (Traktoren mit Frontladern) sowie Besen, Schaufeln und Wasserschläuchen an, um den Boden, der von den Äckern auf die Straße geschwemmt worden war, zu beseitigen. Aus allen Häusern seien die Helfer gekommen, freute sich ein Altershäuser über die Solidarität. "Das ist klasse."

Ähnliche Situationen gab es in Sylbach, Krum, Prappach, Mechenried, Römershofen und Weisbrunn. Zwischen Ebelsbach und Breitbrunn ist ein Auto wegen des Schlammwassers von der Fahrbahn abgekommen. Der Unfall verlief offenbar glimpflich, wie zu erfahren war. Ferner liefen Keller in mehreren Orten voll.

Die Feuerwehr war mit starken Kräften im Einsatz. Sie sperrte zahlreiche Straßen ab, die zeitweise nicht passierbar waren. Autofahrer mussten zurückgeschickt werden, wenn der Schlamm die Straße blockierte. "Das ist kein guter Tag zum Autofahren", bat ein Feuerwehrmann einen ausgebremsten Autofahrer bei Krum um Verständnis.