"Sternenzauber" in der Aula der Grundschule Ebern. Am Dienstagvormittag stimmten sich Kinder, Lehrer und auch einige Eltern beim Schulspiel auf die Weihnachtszeit ein. Alles drehte sich in zwei Sketchen, die Lehrerin Birgit Finzel mit den Kindern einstudiert hatte, um Sterne. Unter anderem war die Frage zu klären, welcher Stern wohl der wichtigste sei.

Schulleiterin Ingrid Mandery ließ in die Begrüßungsworte eine "kleine Unterrichtsstunde" einfließen. Sie stellte den Kindern mehrere Fragen, welche die Advents- und Weihnachtszeit zum Inhalt hatten. Emsig gingen die Hände nach oben und mit den Antworten zeigte sich die Rektorin zufrieden.

Ein "gewaltiger Chor" mit zarten Stimmen stand auf der Bühne, der von Konrektorin Jutta Helbig in Szene gesetzt wurde. "Oh du stille laute Zeit" und "Weihnachten ist nicht mehr weit" waren Liedbeiträge des Schulchors.


"Kleiner großer Stern"

Der erste Sketch, den die kleinen Schauspieler zum Besten gaben, hatte den Titel "Kleiner großer Stern." Der etwas ängstliche Stern saß zwischen den Kindern und wurde von "anderen Himmelskörpern" ermutigt, sein Licht und seinen Liebreiz nicht unter den Scheffel zu stellen. So nach und nach gewann der furchtsame Stern an Selbstbewusstsein hinzu und stieg schließlich Stufe um Stufe höher, bis er sich in seiner gesamten Pracht als "großer Stern" strahlend präsentierte.

Ein zweiter Sketch war ein Wettstreit zwischen den Sternen. Ein "See- und Zimtstern" und eine "Sternschnuppe" wetteiferten miteinander, wer denn wohl der schönste und wichtigste Stern sei. Sogar ein "Mercedesstern" wollte glauben machen, dass er der wichtigste und unbezahlbare Stern sei. Der "Sheriffstern" hielt sich für unentbehrlich: "Ich sorge für Recht und Ordnung, deshalb steht mir der Titel des wichtigsten Sterns zu", prahlte er.

Ganz sicher hielt sich der "Weihnachtsstern" für die Nummer eins unter den Sternen, und der "Abendstern" beeindruckte mit seinem Charme. Schließlich hatte der "Stern von Bethlehem" die besten Argumente und alle anderen erkannten ihn als den wichtigsten Stern am Firmament an.

Aufmerksame und hoch konzentrierte Akteure waren im Chor und bei der Schauspielgruppe auf der Bühne zu sehen und entspannte Gesichter strahlten, als der Beifall der Mitschüler, Lehrer und Eltern aufbrandete. Rektorin Ingrid Mandery freute sich, dass 16 Flüchtlingskinder, die in der Grundschule unterrichtet werden, "nahtlos" in die Vorbereitungen eingebunden werden konnten.