Die Besucher ließen sich gerne mitnehmen auf der Welle des Humors, waren begeistert von den Witzen von Moderator Günther Jackl, sangen und schunkelten zur Musik von "Happy Jack". Sie zündeten eine Stimmungsrakete nach der anderen.

Günther Jackl, der in Vertretung von Klaus-Peter Kackert durchs Programm führte, versprach einen abwechslungsreichen, humorvollen Abend. Er hielt Wort, denn egal ob Büttenrede oder Damenkränzchen, ob Showtanz, Musik- oder Gesangseinlage - jeder Mitwirkende leistete seinen Beitrag für einen stimmungsvollen und gelungenen Faschingsabend.

Daniel Werb berichtete von seiner Erbtante, zu der man lieb sein muss. Gerne geht er mit seiner Tante auf der Wiese spazieren, denn "es gibt ein neues Auto, wenn die Tant' ins Gras beißt".

Schlechtes Wetter gibt es für die Minigarde nicht. Die Kindertanzgruppe zeigte, dass man auch bei Regenwetter Spaß haben kann. Selbst "When the rain begins to fall", lautete ihr Motto: "I'm singing in the rain".

"Endlich volljährig!" freute sich Anna Maria Schneider und erzählte von Problemen mit den Eltern, von der sie sich ausgenutzt fühlte ("ich glab, die ganz Familie spinnt") und deshalb die Familienmitgliedschaft kündigte. Sie zog von zu Hause aus, stellte aber schnell fest, wie teuer das Leben ist: "Die Freiheit hier auf dieser Welt, die kost' mir nur an Hauf'n Geld!"

Top vorbereitet präsentierte sich die "Pölsterer"-Garde. Sehr leicht sah alles aus, doch es bedurfte enormer turnerischer Fähigkeiten, um die Tänze grazil und dynamisch darzubieten.

Als Till Eulenspiegel beleuchtete Harald Wolff die Politik, die große und die kleine, erzählte schöne und "weniger schöne" Geschichten, geschrieben von Albert Naumann. Natürlich durfte das geplante neue Eltmanner Gewerbegebiet nicht fehlen, bei dem die beiden Ziegler-Bürgermeister ausspielen, wer die besseren Karten hat.

Verwundert rieben sich manche Besucher die Augen beim Strumpfhosentanz der Männer. Irgendwie kam man beim Zuschauen durcheinander, um schwarze und weiße Hosenbeine richtig zuzuordnen. Den Besuchern war es egal, am großen Gelächter konnte man ermessen, dass es ihnen bestens gefallen hat. Später traten die Männer erneut auf und verzückten das Publikum als "mexikanische Hühner" mit einem "Schwarzlichttanz".

Wenn sich vier Frauen im Wartezimmer eines Arztes treffen, gibt es viel zu erzählen. Sie wussten allerlei zu berichten, was sich in Steinbach und Ebelsbach im letzten Jahr alles zugetragen hat. Wenn jemand in der Türkei eine billige Brille kauft, bar bezahlt und bis heute auf die Lieferung wartet, braucht er sich nicht zu wundern, wenn er zum Gesprächsthema wird. Wer seinen Christbaum in den Ständer einbetoniert, wer seine Motorsäge ohne Kette benutzt, im Supermarkt den Einkaufswagen mit dem Putzwagen verwechselt oder mit dem Auto statt der Abfahrt die Treppe benutzt - wer so auf sich aufmerksam macht, der hat gute Chancen, bei den vier Tratschweibern im Gespräch zu bleiben.

Tanzend über die Kontinente

Auf "Weltreise" begab sich die Showtanzgruppe. Die Oma erzählt ihrem Enkel von ihrer Reise durch verschiedene Kontinente. Samba, Salsa, Cha-Cha-Cha in Südamerika, Hip Hop in Nordamerika, Schleiertanz in Indien - die faszinierenden Tänze veranschaulichten die Stationen der Weltreise und endeten mit einem afrikanischen Tanz.

Wer braucht Andrea Berg, wenn er eine Lisa Fischer hat? Die junge Dame begeisterte mit einer bezaubernden Stimme mit ihren Live-Darbietungen das närrische Volk.

Als geplagter Rentner trat Erhard Virnekäs in die Bütt und erzählte von seinen vielen Beschäftigungen, so dass ihm für das Rentnerdasein keine Zeit mehr bleibt. Als ausgezeichnete Musiker präsentierten sich die Mitglieder vom "Stabacher Blech" und boten Lieder unterschiedlicher Richtungen zum Mitsingen und Schunkeln.
Simon Holch und Lars Tully erzählten als pubertierende Jungs von ihren Problemen, denn "die Alten sind voll neben der Spur". Weil: "Pubertät ist, wenn Eltern schwierig werden".

Die Bachsänger, die "Aborigines" des "Pölsterer"-Faschings, griffen textlich und gesanglich lokale Themen auf. Als Gaststar erschien "Hansi Hinterseer", zudem ein Bauer, der eine Frau suchte.

Vom Leiden eines Mannes mit seinem neuen Gebiss erzählte Manfred Hofmann und stellte fest: "Doch eins steht fest, das ist gewiss, zum Trinken braucht man kein Gebiss."