Einen neuen Vertrag schließt die Gemeinde Breitbrunn mit dem Staatlichen Straßenbauamt Schweinfurt. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig in seiner Aprilsitzung. Der Vertrag betrifft den Radweg von Breitbrunn bis zur Finkenmühle.

Bisher musste die Gemeinde für den Unterhalt, die Reinigung und vor allem die Verkehrssicherung selbst aufkommen. Nun erhält sie einmal im Jahr ihre nachgewiesenen Kosten ersetzt. "Das ist besser für uns", betonte Bürgermeisterin Gertrud Bühl (Freie Wähler), und die Räte stimmten ihr zu. Hintergrund des Neuabschlusses war, dass die Staatlichen Straßenbauämter bayernweit die gleichen Vertragskonditionen haben wollen.

Konkreter wird es auch für das seit langem geplante Dorfgemeinschaftshaus in Kottendorf. Die Gemeinde stellte jetzt offiziell eine Bauvoranfrage an das Landratsamt. Diese wurde nötig, weil das Staatliche Bauamt Schweinfurt die dahinter liegende Fläche als Ausgleichsfläche für den Umbau der Staatsstraße 2281 verwenden und dort den seltenen Ameisenbläuling ansiedeln will.

Rechtssicherheit ist nötig

Der Verkauf soll aber nur erfolgen, wenn die Gemeinde dort bauen darf, das hatte der Rat schon in seiner vorgegangenen Sitzung im nichtöffentlichen Teil beschlossen. "Nun müssen wir aber die Bauvoranfrage stellen, um Rechtssicherheit zu haben", erläuterte die Bürgermeisterin.

Der Bau selbst könne aber in diesem Jahr nicht mehr beginnen. Der Haushaltplan stehe zwar noch nicht ganz und Breitbrunn sei heuer innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach als letzte Gemeinde dran, aber das Volumen sei mit dem Breitbandausbau und der Staatsstraße 2281 ziemlich ausgeschöpft. Mit zwei Gegenstimmen einigte sicher der Rat darauf, die Bauanfrage einzureichen.

Diskutiert wurde der Ausbau der Übertragungsnetze des Stromnetzentwicklungsplans 2024. Am Ende waren fast alle der Meinung, die Gemeinde sollte eine Stellungnahme abgeben. Die Räte wollen vor allem wissen, wo genau beziehungsweise wie weit von Breitbrunn und seinen Ortsteilen entfernt die Leitungen verlaufen sollen. Außerdem regten sie an, zunächst bestehende Leitungen zu nutzen und auszubauen, sowie den Schutz des Naturparks Haßberge zu berücksichtigen.

Den Winterdienst will die Gemeinde in Zukunft wieder selbst regeln. Mit großer Mehrheit kündigten sie den Vertrag mit dem Maschinenenring.

Die Internetseite der Gemeinde, schon öfter diskutiert und lange erwartet, ist jetzt fast fertig, informierte Bürgermeisterin Bühl: "Sie wird in vier bis sechs Wochen als Netz gehen".

Neue Kommandanten

Die Feuerwehr Lußberg hat ein neues Führungsteam. Hermann Lüdte kandidierte nach 36 Jahren nicht mehr. Sein Nachfolger als Kommandant ist Heiko Reinwand und der neue Stellvertreter heißt Detlef Niedermeyer.
Das neue Feuerwehrlöschfahrzeug wird am Samstag, 9. Mai, um 16 Uhr geweiht. Einen Tag später, am Sonntag, 10. Mai, ist ab 13.30 Uhr Kindergartenfest.