Vor vier Jahren formierten sich sowohl das fusionierte Dekanat, als auch der Dekanatsrat neu, am Dienstag ging in Limbach der Dekanatsrat nach den Pfarrgemeinderatswahlen offiziell in die neue Amtszeit bis 2018. Die Dekanatsratsversammlung bestätigte Klaudia Schwarz dabei in ihrem Amt, ebenso wie ihre beiden Stellvertreter Alfred Neugebauer und Michael Nowak sowie Schriftführerin Sabine Weinbeer. Beisitzer und damit Delegierter zum Diözesanrat bleibt auch Horst Gehring. Neu ins Vorstandsteam wurden Wolfgang Neuhöfer und Michaela Selig gewählt.
Zweimal im Jahr tritt der Dekanatsrat in der Regel zu einer Vollversammlung zusammen, jede Pfarreiengemeinschaft des Dekanates kann in dieses Gremium bis zu drei stimmberechtigte Mitglieder senden. Der Vorstand trifft sich etwas öfter, setzt Themen und fungiert als Bindeglied zwischen den Pfarreiengemeinschaften und der Diözese als Laiengremium neben der Seelsorgekonferenz der hauptamtlichen Kirchenmitarbeiter.
Klaudia Schwarz wurde vor vier Jahren die erste Dekanatsratsvorsitzende für das neue Dekanat, das aus Haßfurt und Ebern fusioniert war. So galt das Augenmerk des Dekanatsrates auch zunächst dieser Neuformierung. In der Vorstandschaft war man sich schnell einig, dass es drei wichtige Arbeitsfelder gibt, nämlich die Pfarreiengemeinschaften zu vernetzen, die Kirche in der Gesellschaft wahrnehmbar zu machen und den Pfarreiengemeinschaften Unterstützung bei bestimmten pastoralen Aufgaben zu bieten.
Deshalb wurden in der ersten Herbstvollversammlung 2010 auch zunächst Themen erarbeitet. Die Ministrantenarbeit wurde dabei als vordringliches Thema herausgearbeitet und so folgten verschiedene Veranstaltungen, beispielsweise die Ausbildung von Ministrantenbetreuern.
"Wo mein Dornbusch brennt" nennt sich ein Gesprächsprojekt, das die Dekanatsräte in einer Versammlung zunächst selbst erprobten. Diese Aufforderung, über den Glauben zu reden, fand in vielen Pfarreien im Dekanat großen Anklang.
Intensiv beschäftigt waren Dekanatsrat und die Pfarreiengemeinschaften mit dem Dialogprozess der katholischen Kirche. Etwa 1000 der insgesamt circa 9000 Stellungnahmen zum Dialogprozess kamen in der Diözese Würzburg aus dem Dekanat Haßberge. Über viele dieser Anliegen sprach die Vorstandschaft auch während der Bischofsvisitation in einer sehr ausgiebigen Begegnung mit Bischof Friedhelm.
Einen zweiten Schwerpunkt "Kindergartenpastoral" setzte der Dekanatsrat im Herbst 2013, in der letzten Vollversammlung vor einigen Wochen ging es um Glauben in der Familie. Eine Neuerung, die als außerordentlich fruchtbar empfunden wurde, waren zwei gemeinsame Sitzungen von Dekanatsrat und Seelsorgekonferenz bei den Themen Jugend und Familie, so Klaudia Schwarz in ihrem Rückblick.
Auch gesellschaftlich meldete sich der Dekanatsrat zu Wort. So befasste sich der Vorstand mit dem Thema Loacker in Wonfurt und schrieb an die Abgeordneten zu den Themen Rüstungsexporte und Asyl. Damit sich der Dekanatsrat nicht nur zur Arbeit trifft, wurden auch kulturelle Angebote gemacht wie der Besuch des Kreuzweges in Breitbrunn und des Hexenturms in Zeil.
Schwarz dankte den Dekanatsratsmitgliedern für die gute Teilnahme an den Vollversammlungen und das gute Miteinander. Der Informationsfluss solle noch weiter verbessert werden, der Newsletter des Dekanates sei ein sehr guter Ansatz. Künftig soll auch jeder Pfarrgemeinderatsvorsitzender eine Zusammenfassung der Vollversammlungen erhalten, damit die Themen auch in die Gremien vor Ort eingebracht werden können.
Dekan Stephan Geßner dankte den Vorstandsmitgliedern für ihre konstruktive Arbeit mit kleinen Geschenken. Klaudia Schwarz gab den Dank an den Dekan und seinen Stellvertreter Martin Wissel zurück, die Arbeit sei ausgesprochen angenehm gewesen. Mit einem herzlichen Dank wurde Maria Egglseder aus dem Gremium verabschiedet, die sich nach über 20 Jahren Dekanatsratsarbeit zurückziehen wollte. Als Ersatzdelegierte für die Diözesanversammlung ließ sie sich jedoch dann doch nochmal wählen.
Abschließend wies Dekan Stefan Geßner auf das Projekt "Der Kirche ein Gesicht geben" hin, in dem Visionen für die Dekanate entwickelt werden sollen. Aus dem Dekanat wurden die Pfarreiengemeinschaften Heilig Geist Rauhenebrach und Main-Steigerwald als Pilotgemeinden ausgewählt.
Betriebsseelsorger Rudi Firsching bat darum, ihn über Probleme in Betrieben zu informieren und bot an, sich auch in besonders gestaltete Gottesdienste gerne einzubringen.
Jugendseelsorger Matthias Vetter lud schließlich ein zum Jugend-Projekt "Sehnsucht nach Mee(h)r" am 26. Juli am Goßmannsdorfer Badesee. Auch er bot sich an, gerne die Pfarreien in der Jugendarbeit zu unterstützen.