Die Dominikus-Savio-Schule ist in die Jahre gekommen. Im Rahmen einer Generalsanierung werden deswegen einige Gebäude sowie die Turnhalle abgerissen und neu errichtet. Betroffen sind Häuser gegenüber dem Bahndamm am "Langen Weg". Auch ein neues Rasenspielfeld soll dort entstehen, sagte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD), der dem Marktgemeinde die entsprechende Pläne in dessen Sitzung am Montagabend vorlegte.

Zur Abwicklung sagte der Bürgermeister, dass für die Bauphase überlegt worden war, einige Klassen in die Grundschule nach Pfarrweisach zu verlegen, wozu die Pfarrweisacher Kinder übergangsweise die Schule nach Maroldsweisach sollten.

"Dies wird aber nicht nötig, weil zusammen mit einer Container-Lösung und freien Räumen im Schloss die Dominikus-Savio-Schule ohne fremde Helfe auskommt", so Thein für den Schulverband.

Wie der Leiter des Jugendhilfezentrums Pfaffendorf, Marcel Pelikan, auf Anfrage hin ergänzte, beginnen die Arbeiten nach den Sommerferien und die Sanierung mit einem Millionenaufwand erstreckt sich über 18 Monate.

Aktuell besuchen 60 Schüler mit sonderpädagogischem Förderaufwand die Schule

Bei einem anderen Thema fiel Bürgermeister Thein ein Stein vom Herzen: Die Regierung von Unterfranken hat keine grundlegenden Bedenken gegen das 2,4 Hektar große Gewerbegebiet in Richtung Ermershausen mehr. Das war Mitte März noch anders gewesen.

Aber durch neuerliche Beratungen und Unterlagen wurden die Beamten der Landesplanungsbehörde überzeugt. In der Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplanes wurde Zustimmung signalisiert, weil beispielsweise die "abseitige Lage" des künftigen Gewerbegebietes durch eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr behoben und das Areal "hinreichend" integriert wird. "Dazu haben wir zwei Varianten", blickte Bürgermeister Thein voraus: Entweder eine zusätzliche Haltestelle der Linie von Hofheim her, oder eine weitere Haltestelle in Ergänzung zum Grundschulbus.

Auch Bedenken der Agglomeration wurden ausgeräumt. Eine Ballung von Einzelhandelsgeschäften zu Lasten der Ortsmitte wird nicht mehr befürchtet.

Zehn Behörden hatten Stellungnahmen abgegeben, die meist nur geringfügige Anmerkungen beinhalteten. So erinnerte Kreisheimatpfleger Günter Lipp an einen Kilometer-Stein.

Die Anregungen werden in den geänderten Flächennutzungsplan und im nächsten Schritt auch in den Bebauungsplan aufgenommen. Das Sondergebiet darin wird immer noch für Tankstelle und Einkaufsmarkt freigehalten. "Wenn der Bebauungsplan jetzt erstellt wird, reicht auch der Investor seinen Bauantrag ein", versicherte der Bürgermeister.

Noch in dieser Woche soll der Einbau des Aufzugs im Rathaus abgeschlossen werden. "Die Betonsägearbeiten haben etwas länger gedauert, aber der Aufzug fährt schon", verkündete Thein.