Erstmals fand dieser Wettbewerb unter der Regie des Fachverbandes Schreinerhandwerk statt, der zu dieser Premiere Ebern als Austragungsort ausgewählt hatte. "Diese Schule ist für uns ein Glücksfall", schwärmte Josef Heller, ein ehemaliger Berufsschullehrer aus Bayreuth, als Jurymitglied. Dieses Kompliment bezog sich auf die technische Ausstattung ebenso wie auf die Unterstützung durch das Stammpersonal mit Schulleiter Dr. Oliver Dünisch und Willi Brokbals an der Spitze.

Und auch die "Hauptdarsteller" staunten: "Diese Werkstatt ist verdammt gut ausgestattet, es läuft sehr gut", freute sich Marco Weining aus Weidenberg als oberfränkischer Vertreter. Der 19-Jährige arbeitet bei Möbel Hertel in Bayreuth und hatte mit den Prüfern Josef Heller aus Bayreuth und Hannes Pitterich, der in Scheßlitz wohnt und an der Berufsschule Bayreuth unterrichtet, zwei "Landsleute" an der Seite.

"Wir legen Wert auf traditionelle Techniken und Werkstoffe", umriss Heller die Zielsetzung. So war bei der Arbeitsprobe eine Kombination aus Hand- und Maschinenarbeit gefordert.

Der Sieger der bayerischen Meisterschaft qualifiziert sich für den Bundesentscheid, der am 26. Oktober ausgetragen wird. Danach folgt die Weltmeisterschaft der Schreiner, die im Jahr 2013 in Leipzig ausgetragen wird.
Mit solchen Veranstaltung hofft der Fachverband auf mehr Werbung und Nachwuchs. "Es könnten mehr Bewerber in diesen Beruf einsteigen. Wir haben zu wenig qualifiziertes Personal", klagte Josef Heller. Womit die Prüflinge bei der Meisterschaft natürlich nicht gemeint waren.

Es siegte Petre Krauß, Gebsattel/Mittelfranken, vor Markus Gruber, Gaißbach/Oberbayern und Andreas Hofer, Blindheim/Schwaben.