Es erfordert eine hohe Konzentration und die Fähigkeit zum strategischen Denken, aber es macht auch sehr viel Spaß: das königliche Brettspiel Schach, das sich vom persischen Wort "Schah", "König", ableitet. So nahmen auch am elften "Thereser Schachpokal" für Hobbyspieler wieder 39 Teilnehmer teil, während 22 Vereinsspieler im Meisterturnier antraten.

Das Hobbyturnier gewann Stephan Henke aus Fölschnitz in Oberfranken vor Otmar Schmelzer aus Oberschwappach und Detlef Stingl aus Obertheres. Den Sieg im Meisterturnier holte sich Udo Seidens vom SK Schweinfurt 2000, die zweiten und dritten Plätze belegten seine Vereinskollegen Christian Rink und Günther Memmel.


"Ich bin begeistert"

"Ich bin begeistert von meiner Platzierung", sagte der bekannte Kabarettist Otmar Schmelzer, der in dem gut sechsstündigen, spannenden, fairen und niveauvollen Turnier in der Johann-Peter-Wagner-Schule Theres sechs der sieben Runden gewonnen und den zweiten Rang verdient hatte. "Neben meiner Arbeit, meiner Familie und dem Kabarett ist Schach seit der Kindheit eine meiner großen Leidenschaften." Das Spiel hatte er von seinem älteren Bruder Raimund gelernt. "Doch als ich begann, immer zu gewinnen, hat er nicht mehr so oft mit mir gespielt", scherzte Otmar Schmelzer. Er sitzt auch ganz selten wirklich am Schachbrett, sondern trainiert seine Fähigkeiten täglich im Internet als Mitglied einer schachbegeisterten Online-Community mit Spielern aus aller Welt.

"Ich liebe vor allem das ganz schnelle Schach wie das Blitz-Schach und das Bullet-Schach. Das ist für mich Entspannung pur und nur beim Schlafen und beim Schach bin ich ganz ruhig," erklärte der 54-jährige Spieler, dem es "eine Saufreude" bereitet hat, in Obertheres am Schachpokal teilzunehmen.


Aus allen Altersgruppen

Dass sich Schach auch in Zeiten von Computerspielen in allen Altersgruppen nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, zeigte sich an den Teilnehmern im Alter von neun bis 71 Jahren. Auch wenn mehr männliche als weibliche Spieler antraten, so wurde dieses Mal die bisherige "Frauenquote" von durchschnittlich 14 Prozent weit übertroffen. "Denn heuer lag die Quote bei 20 Prozent, teilte Thomas Reis am Ende des Turniers mit.


2005 war Premiere

Der begeisterte Schachspieler, der dem SK Kriegshaber Augsburg angehört, hatte 2005 mit Franz Ott und Dragan Popp den Thereser Schachpokal aus der Taufe gehoben und die ersten zehn Turniere geleitet. Er dankte Stefan Heilmann vom Schachclub Knetzgau, der seit heuer die Leitung innehat, und allen Helfen und Sponsoren.
Stefan Heilmann, der aus Steinsfeld stammt, nahm die Siegerehrung vor.

Er kürte die drei Erstplatzierten Stephan Henke (sieben Siege und damit sieben Punkte in sieben Partien), Otmar Schmelzer (sechs Siege) und Detlef Stingl (fünf Punkte), die beiden jüngsten Teilnehmer, die neunjährigen Mädchen Samantha Pfeffer und Lea Ullrich aus Dampfach, den "Pechvogel" Carina Müller aus Hemhofen, die beste Dame Christa Heilmann aus Steinsfeld, die mit fünf Punkten den fünften Platz erreicht hatte, sowie die älteste Teilnehmerin, die 71-jährige Hiltrud Weiß aus Pusselsheim.


Sieg geht nach Schweinfurt

Christian Rink, Leiter des Meisterturniers, überreichte die Pokale an den Erstplatzierten Udo Seidens (6,5 Punkte) und den Drittplatzierten Günther Memmel (fünf Punkte) vom SK Schweinfurt 2000 und nahm selbst (mit fünf Punkten) den Pokal für den zweiten Platz entgegen. Sämtliche Ergebnisse sind im Internet unter www.therescup.de und www.facebook.com/TheresCup nachzulesen.
Alle Spieler applaudierten den Ausrichtern und Helfern und sprachen ihnen ein großes Lob für das schöne Turnier aus. "Schachspieler sind eben sehr nette, umgängliche und freundliche Menschen", so das Fazit von Otmar Schmelzer.