Noch einiges zu tun ist an der neuen Schleusenbrücke in Limbach, nach deren Baufortschritt sich der Bauausschuss des Stadtrates Eltmann am Montag erkundigte. Von Jakob Kolbersberger, dem Baubevollmächtigten des Wasserstraßen-Neubauamtes Aschaffenburg, ließen sich Bürgermeister Michael Ziegler und die Stadträte über die weiteren Schritte informieren.

In den nächsten Wochen werden in den Baukörper der neuen Brücke die Versorgungsleitungen eingezogen, dann wird die Fahrbahn aufgebracht. Weil für den Abbruch der alten Brücke und den teilweisen Rückbau der Widerlager nochmal ein großer Kran gebraucht wird, wird es im Spätherbst wohl noch einmal für einige Tage zu einer Vollsperrung kommen. Spätestens Ende es Jahres werden jedoch alle Arbeiten abgeschlossen, der Zugang zum Sportgelände und den landwirtschaftlichen Grundstücken jenseits des Maines wieder ungehindert möglich sein.


"Überdimensioniert"

Kein Problem dürfte es werden, eine 110-KV-Leitung von der Papierfabrik Palm zum Umspannwerk im Eltmanner Industriegebiet über städtische Grundstücke zu verlegen. Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner informierte den Ausschuss, dass Firmen mit großen eigenen Kraftwerken vom Bayernwerk eingeladen werden, ihren Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen, um das Netz zu stabilisieren. Das große Gaskraftwerk der Papierfabrik ist dafür ideal geeignet, auch weil diese nur wenige hundert Meter vom Umspannwerk entfernt steht. Gegen die übliche Entschädigung wird die Stadt den Leitungsbau zulassen.

An der Schloßsteige läuft der Straßenausbau, vor Ort ging es um die Beleuchtung. Entsprechend dem Vorschlag des Bürgermeisters sollen bis zum Aufgang zur Wallburg zwei Altstadt-Leuchten installiert werden, weiter oben dann drei LED-Lampen.

In der Stadthalle ging es hinab in die Funktionsräume. Hier wurde in den vergangenen Monaten intensiv investiert und saniert - mit dem Ergebnis massiver Energiekosteneinsparungen. "Um die 60 Prozent dürften wir hier im Betrieb jetzt sparen", so Ziegler. Alle Stromverbraucher seien jetzt hochmodern und energiesparend. Massiv reduziert wurde die Brauchwasser-Vorhaltung, die zur Bauzeit in den 80er Jahren darauf ausgelegt wurde, dass die Gastwirtschaft betrieben wird - und dass die Feuerwehrleute regelmäßig im Feuerwehrhaus duschen. Zudem war die Heizungsanlage "um hundert Prozent überdimensioniert", so Fachplaner Herbert Haus. Seit Dezember läuft im Stadthallen-Keller nun ein Blockheizkraftwerk, das nur noch die Hälfte Gas verbraucht und nebenbei Strom produziert. So refinanziert sich die Investition relativ schnell.

Bei der anschließenden Sitzung im Rathaus informierte Ingenieur Jan-Peter Solveen über die weiteren Arbeiten zur Sanierung der Wasserversorgung. Die Brunnen-Abschlussbauwerke sind jetzt noch zu erstellen und die Leitungen von Maschinenhaus zu den Brunnen zwei und drei.


Grundstück gehört dem Bund

In der letzten Sitzung hatte der Bauausschuss beschlossen, auf einem Grundstück am Ortsrand von Eschenbach, eine Parkfläche zu schottern. Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass das Grundstück neben der Bundesstraße nicht der Stadt, sondern dem Bund gehört. Die Frage, ob hier eine Schotterfläche als Parkplatz entstehen kann, muss die Stadt jetzt also an das Staatliche Bauamt richten.

Da in der Georg-Schäfer-Turnhalle jetzt auch die Sanitäranlagen saniert werden, wurde an den Bürgermeister und auch andere Stadtratsmitglieder die Anfrage herangetragen, ob denn auch für die Zuschauer an eine behindertengerechte Toilette gedacht wurde. Diese Frage werde er an das Landratsamt als Bauherr weiterleiten, erklärte Michael Ziegler.