In den frühen Morgenstunden des Sonntag wurden gegen 5.30 Uhr Bewohner aus Fischbach und umliegenden Ortschaften durch Sirenengeheul aus dem Schlaf geschreckt. In dem Ortsteil von Ebern, brannten eine Scheune und zwei kleine Gartenhäuser in der Alten Bundesstraße. Die Ursache des Brandes steht noch nicht fest. Die Ermittlungen hierzu werden vom Fachkommissariat der Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Vor Ort war zu hören, dass am Vorabend im Hofraum des Brandobjektes gegrillt oder offenes Feuer vorhanden war. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war mit einem Großaufgebot am Einsatzort. Die Polizei geht von einer Schadenssumme von etwa 50.000 Euro aus.
Weithin sichtbar, war die Rauchsäule, die am Brandort in den frühen Morgenhimmel stieg. Die Leitung am Brandort hatte Michael Wüstenberg, federführender Kommandant der Feuerwehr Ebern, der von Kreisbrandinspektor Thomas Habermann unterstützt wurde. "Den Brand hatten wir relativ schnell unter Kontrolle", sagte Wüstenberg, zu retten war aber nichts mehr. Unter den Einsatzkräften war auch der "höchste Feuerwehrmann" aus dem Stadtgebiet, 1. Bürgermeister Jürgen Hennemann. Wie Einsatzleiter Michael Wüstenberg sagte, brannte eine Scheune mit zwei kleinen Hütten. Als die Feuerwehr Eyrichshof eingetroffen sei, hätte sich die Scheune bereits im Vollbrand befunden. Bei der Brandbekämpfung sei vor allem Wert darauf gelegt worden, das angrenzende Wohnhaus zu sichern. Verletzte Personen hat es offensichtlich nicht gegeben, diese konnten rechtzeitig das Anwesen verlassen. Zum Einsatz kamen Kameraden mit Atemschutz und auch die Drehleiter der Feuerwehr Ebern. Wie Kreisbrandinspektor Thomas Habermann dazu ergänzte, seien sieben Feuerwehren mit 115 Mann im Einsatz. "Das Wohnhaus konnte gehalten werden, aber es muss noch abgeklärt werden, ob es wegen der Rauchentwicklung noch bewohnbar ist", sagte er. Es sei eine Gasflasche in einem Anbau vermutet worden, weshalb besonders Vorsicht geboten war. Das habe sich allerdings dann nicht bestätigt. Die Feuerwehr bildete unter Leitung von Michael Wüstenberg zwei Einsatzabschnitte. Der Abschnitt Wasserförderung wurde von Kreisbrandmeister Ralph Morgenroth (Untermerzbach) und der Abschnitt Brand vom Kommandanten der Feuerwehr Pfarrweisach, Sebastian Bock, geleitet. Vier Beamte der Polizeiinspektion Ebern nahmen erste Ermittlungen am Brandort auf. Im Anwesen neben dem Brandort hätten sich neben anderen Bewohnern auch sieben Asylsuchende befunden, ausgegangen war man von 35. Die Wasserversorgung wurde vom Fischbacher See und aus Hydranten gesichert. Sieben Atemschutzträger kamen zum Einsatz.

BRK-Einsatzleiter Jürgen Geisel erläuterte, dass das BRK mit zwei Krankentransportwagen und zwei Rettungswagen vor Ort sei. "Wir haben 25 Kräfte im Einsatz", sagt er. 24 Personen würden vom BRK betreut, Asylsuchende und andere Anwohner. Alarmiert und vor Ort waren die Schnelleinsatzgruppe Betreuung (SEG) aus den Haßbergen und eine aus Coburg. Die alte Scheune und Anbau brannten bis auf die Grundmauern nieder. Die Ortsdurchfahrt von Fischbach war komplett gesperrt und die Sperrung wird wohl noch andauern. Die Bewohner des benachbarten Anwesens werden noch einige Zeit nicht in ihre Wohnungen können, da Gebäudeteile noch abgerissen werden müssen. Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandlegung gebe es vorerst nicht, teilt die Polizei mit.