Bereits beim Sander Korb- und Weinmarkt 2012 startete die Aktion "Eins zu Eins". Für eine Spende ab drei Euro gab es ein fränkisches Liederbüchlein als kleines Dankeschön. Auch der Reinerlös des ausgestellten afrikanischen Kunsthandwerks floss in die Aktion mit ein. Da alle Nebenkosten von einem Sander Reiseunternehmen übernommen wurden, war der Grundstein dafür gelegt, von den gesamten Spendengeldern in Afrika eine Menge Lebensmittel kaufen zu können. Für die Vereinsmitglieder stand fest, die Spendenübergabe in Afrika vor Ort selbst vorzunehmen und das Ganze mit einem Vereinsausflug zu verbinden.

Vor Kurzem traten 15 Frauen und Männer, alles Mitglieder der Märzenbrüder, ihre Reise nach Kenia an. Um sich zu akklimatisieren, wurden die die ersten Tage in einem Hotel am Indischen Ozean verbracht. Bereits hier bekam die Reisegruppe erste Eindrücke vom Leben auf dem afrikanischen Kontinent.

Danach ging es auf Safari in den Tsavo Ost Park. Mit 20.567 Quadratkilometern ist dies der größte Nationalpark Kenias, und an Fläche rund 200 Mal größer als der Landkreis Haßberge. Die Märzenbrüder erlebten hautnah große Elefantenherden, Löwenrudel, die durch die Savanne zogen, Geparden, Giraffen, Gnus, Gruppen von Zebras, Warzenschweine und eine Vielzahl exotischer Vögel.


Elefanten als Hauptattraktion



Weiter ging es in den Amboseli Nationalpark. Hier waren die Elefanten die Hauptattraktion. In den Morgen und Abendstunden hatte man einen atemberaubenden Blick auf den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo. Am letzten Safaritag ging es in den Nationalpark Taita Hills, wegen seiner 2000 Meter hohen Berge auch die "Schweiz Kenias" genannt.

Hier war die Gruppe von den vorbeiziehenden großen Büffelherden beeindruckt. Mit einer Besichtigungsrundfahrt in der Stadt Mombasa endete diese erlebnisreiche viertägige Safarirundreise.

Mittlerweile hatten die einheimischen Organisatoren den Einkauf von gut zwei Tonnen Lebensmitteln und den Transport zum Gelände der Kirchengemeinde in Bamburi organisiert. Gemeinsam mit den Märzenbrüdern konnte somit die Lebensmittel-Übergabe stattfinden.


Begrüßung mit Liedern und Tänzen



Bei der Ankunft am Gemeindezentrum wurden die Reisegruppe aus Sand mit afrikanischen Liedern und Tänzen begrüßt. Die offizielle Begrüßung der deutschen Wohltäter übernahm Pfarrer Nzaka vor, der auch die Grußworte des Bürgermeisters von Bamburi, Victor Charo (der kurzfristig wegen eines Trauerfalles nicht teilnehmen konnte) überbrachte.

Für die Märzenbrüder richtete Bernhard Ruß, Bürgermeister der Gemeinde Sand und Gründungsmitglied des Vereins, die Grußworte in englischer Sprache an die 100 anwesenden kenianischen Frauen und Männer. Zunächst stellte er die Reisegruppe und die Beweggründe für die Reise nach Kenia sowie die Hilfsaktion vor. Dabei nannte er Heinz Ellmann und Günther Schneider als Hauptinitiatoren des Projekts.

Die Reisegruppe sei beeindruckt von der Schönheit des Landes und der Freundlichkeit der Menschen. Allerdings habe man auch viel Not gesehen. Deshalb sei es den Märzenbrüdern "ein besonderes Anliegen, Familien zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, den täglichen Lebensunterhalt zu bestreiten".


Nahrung für vier Wochen



Alle anwesenden Frauen, deren Männer keine Arbeit haben, erhielten je 16 Kilo Maismehl, neun Kilo Bohnen, fünf Kilo Zucker und zwei Liter Öl. Mit diesen Lebensmittel können die Frauen ihren Familien etwa vier Wochen lang "Ugali", einen Mehlbrei, der den Hunger stillt, kochen und somit die größte Not lindern.

Überrascht waren die Märzenbrüder, als sie von den Lebensmittelpreisen hörten. So kostet ein Kilo Zucker einen Euro. Bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst von 80 Euro kann man sich vorstellen, wie teuer die Lebensmittel sind. Dies trifft besonders die vielen Arbeitslosen, Tagelöhner und Armen hart, die keinerlei staatliche Unterstützung erhalten. Nachdem die Spenden verteilt waren und man in viele dankbare Augen schauen konnte, wussten die Märzenbrüder, dass sie mit ihrer Spendenaktion einige Menschen glücklich gemacht hatten.

Beim anschließenden Badeurlaub sprach man noch lange von den beeindruckenden Erlebnis und war guten Mutes, dass auch die zweite Spendenaktion am 30. Juni (unter anderem mit einem Fußballspiel der Bayernligamannschaft des 1.FC Sand gegen eine Landkreis-Auswahlmannschaft) ein Erfolg wird, um wieder Menschen in Kenia helfen zu können.

Mit der Erkenntnis, dass wir uns glücklich schätzen können, in Deutschland geboren zu sein und wohnen zu dürfen endete der einzigartige Vereinsausflug mit sozialem Hintergrund der Märzenbrüder.