Der Landkreis, die 26 Städte und Gemeinden sowie die städtischen Betriebe Haßfurt und der Bauernverband haben 2011 die Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte (GUT) gegründet. Jetzt sollen die Ideen und theoretischen Ansätze umgesetzt werden mit einer weiteren Gesellschaft, der neuen Investitions- und Betreibergesellschaft. Das Ziel beider Gesellschaften ist es, die Ressourcen erneuerbarer Energien im Kreis Haßberge zu nutzen. Dabei sollen die Bürger mit ins Boot geholt werden. Die Wertschöpfung soll, wie es heißt, im Landkreis bleiben.

Einer der drei Geschäftsführer der GUT, Günter Mendel, gab dem Gemeinderat weitere Erläuterungen zur GUT und zur geplanten Gesellschaft, die eine GmbH & Co.KG werden soll. Dieses Konzept sei bayernweit wohl einmalig und damit wolle der Landkreis Haßberge die Energiewende aus eigener Kraft schaffen und steuern.

Wie Günter Mendel erklärte, könnten sich an der neuen Gesellschaft bei einer Mindest-Einlage von 100 000 Euro sowohl Kommunen als auch kommunale Zweckverbände, Staatsforsten, der Bauernverband und ähnliche Investoren beteiligen. Um auch Bürgern die Möglichkeit zu bieten, Geschäftsanteile zum Preis von 1000 Euro pro Stück zu erwerben, soll eine Bürger-Energie-Genossenschaft gegründet werden, wie der Gemeinderat weiter erfuhr.

Das Ratsgremium stellte viele Detailfragen, etwa zum Stimmrecht bei den Gesellschaften und zur Verzinsung der Einlagen.

Ein Beschluss über eine Beteiligung der Gemeinde Sand an der neuen Gesellschaft wurde in der Gemeinderatssitzung nicht gefasst. Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) will das Thema in der Bürgerversammlung am Mittwoch, 12. Dezember, erneut zur Sprache bringen.