Die Gemeinde Sand hat 2012 einiges erreicht. Verwirklichte Projekte und angeschobene Maßnahmen zählte Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) in der Jahresschlusssitzung des Gemeinderates Sand am Dienstagabend im Rathaus auf. Dabei wurden auch mehrere Personen ausgezeichnet.

Ruß beschrieb als erreichte Ziele: die Gründung eines Senioren- und Sozialbeirats, Fortschritte bei der interkommunalen Zusammenarbeit (zum Beispiel mit der Initiative "Abt-Degen-Weintal"), neue Satzungen für Wasser- und Friedhofsgebühren sowie Abschluss der Turnhallensanierung.

Investiert Sand in alternative Energie?

Als wichtiges Thema im Sander Gemeinderat bezeichnete Ruß die Energiewende mit dem Aufbau einer regionalen Versorgung aus erneuerbaren Energien. Ob sich die Gemeinde Sand an der neuen Investitions- und Betreibergesellschaft beteiligt, müsse noch entschieden werden.

Als Themen für das Jahr 2013 sprach der Bürgermeister die weitere Diskussion um die Energiewende an. Im schulischen Bereich werde es Diskussionsbedarf geben, ob die Mittelschulen in der bisherigen Form weiter organisiert werden können.

Als laufende Projekte der Gemeinde Sand nannte er die Erweiterung der Feuerwehrhalle mit Erneuerung der Zufahrt zum Sportgelände, die Fertigstellung der Außenanlagen der Turnhalle sowie die weitere Teil-erschließung der "Unteren Länge".

Auf dem Wunschzettel stehen, wenn es der Finanzplan der Gemeinde Sand zulässt, die Sanierung des Seestadions, die innere und äußere Erschließung der "Unteren Länge", der Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetzes und eine mögliche Beteiligung an der Energie-Betreibergesellschaft.

Würdigung

Die Gemeinde Sand ehrte in der Jahresschlusssitzung des Gemeinderats verdiente Blutspender. Bürgermeister Bernhard Ruß und Anne Grimmer vom Rot-Kreuz-Kreisverband Haßberge würdigten sie.

Für jeweils 25 Blutspenden wurden Jürgen Hörlin und Alexander Krines geehrt, für 50 Blutspenden Margareta Heurung und Jürgen Mühlfelder sowie für 75 Spenden Frank Behringer, Annelies Düring, Heinz Langhans und Thomas Rottmann. Eine besondere Ehrung wurde Erich Benz zuteil, der bereits 125 Mal sein Blut gab.

Es gab zwei weitere Ehrungen im Sander Gemeinderat. Roswitha Ebert wurde für ihren Einsatz für blinde und sehbehinderte Menschen sowie Hugo Ackermann für 40 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit als Gemeinderat ausgezeichnet.

Hilfe für Sehbehinderte

In seiner Laudatio zur Ehrung von Roswitha Ebert stellte Bürgermeister Bernhard Ruß heraus, dass auf ihre Initiative hin 1989 der Stammtisch des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB) im Landkreis gegründet wurde, den sie von Beginn bis Ende 2011 leitete. Bei den Stammtischen, die sie alle zwei Monate organisiert hat, wurden Neuigkeiten aus dem Blindenbund besprochen und so ein Informations- und Gedankenaustausch ermöglicht. Ferner hat Roswitha Ebert bei der Umgestaltung des öffentlichen Raumes in Sand darauf hingewirkt, dass auch die Lebenssituation von Menschen berücksichtigt wird, für die hohe Bordsteine ein großes Hindernis sein können.

Eine Ehrung wurde Hugo Ackermann zuteil, der seit 1972 bis heute ununterbrochen dem Gemeinderat Sand angehört. Ruß listete Ackermanns Tätigkeiten und Verdienste auf. Er war von 1978 bis 1990 Dritter Bürgermeister und von 1990 bis 1996 Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Sand.

Große Verdienste, so Ruß, habe sich Ackermann bei der Gebietsreform 1972 erworben, als er mit dazu beitrug, dass Sand seine Selbstständigkeit behielt. Hugo Ackermann habe seine Kompetenz in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen, als Vorsitzender das Blasorchesters und des Anglervereins zum Wohl der Gemeinde eingesetzt.