"Jeder Jahrgang ist verschieden und zeigt eine besondere Prägung. Bemerkenswert für euren Jahrgang ist ohne Zweifel die große Zahl von Ausnahmetalenten im Orchester, Chor und mit Sologesang. Damit und mit eurem anderem Engagement habt ihr das Schulleben geprägt." Dieses große Lob stellte Realschuldirektor Hartmut Weis den Absolventinnen und Absolventen der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule Ebern bei der Abschlussfeier aus.

Nach einer Andacht in der Christuskirche begrüßte stellvertretende Schulleiterin Luise Pannek die Schulfamilie mit vielen Gästen in der Turnhalle, um in einem gebührenden Rahmen 103 junge Menschen in das Erwachsenenleben zu verabschieden.

Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) überbrachte auch die Grüße von Landrat Rudolf Handwerker und bemerkte, dass der Landkreis als Schulaufwandsträger in den letzten Jahren erhebliche Mittel für die Schule bereitgestellt habe. Heute stünden jedoch die Absolventen im Vordergrund, die wichtige Hürden genommen und ein besonderes Etappenziel erreicht hätten. Dabei lenkte er den Blick auf das Wappenschild der US Air Force, auf den Film "Top Gun" und das lateinische Motiv "per aspera ad astra", das so viel bedeute wie "raue Wege zu den Sternen". Damit wolle er das Hochgefühl beschreiben, das sicherlich alle erfülle. Viele seien beim Lernen raue Pfade gegangen und dürften sich jetzt abgehoben fühlen. Aber bei den Sternen seien sie noch lange nicht. Bei dem weiteren Flug gehe es nicht immer aufwärts. Ebenso gehörten Turbulenzen und Gewitterwolken zu einer erfolgreichen Reise und auch auf Abwärtsstrecken könne man viel lernen. Für die weitere Lebensreise wünschte er viel Glück.

Elternbeiratsvorsitzender Käßer wünschte für diesen Neustart Selbstvertrauen, Respekt und auch Neugierde auf das, was komme. Die Absolventen verließen eingetretene Pfade, aber sie erhielten damit auch neue Möglichkeiten und die Verabschiedung sei so etwas wie eine mathematische Unbekannte mit mehreren Möglichkeiten.

Für den Förderverein verglich Vorsitzender Herbert Koller das Leben mit einer Pralinenschachtel. Vor Jahren hätten Entlassschüler noch weniger Chancen bei Lehrstellen geboten bekommen. "Ihr erlebt nun eine Situation, die im Hinblick auf die Berufe einer vollen Pralinenschachtel gleich. Aber es wird euch auch keine Schokoladenfabrik das ganze Leben versorgen. Oder es können auch einmal bittere Stückchen dabei sein." Das Leben sei eine Herausforderung, die man annehmen müsse.

Realschuldirektor Hartmus Weis blickte in seiner Festansprache auf den Jahrgang zurück, mit dem er anfangs nicht nur Sonnenschein erlebt habe. Aber nach den Irrwegen auf der Berlinfahrt sei es bergauf gegangen. "Der Jahrgang reifte und hat gerade während der letzten 10 Monate im Eiltempo noch eine positive Entwicklung genommen. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ging weit über den Unterricht hinaus."

Viele der Absolventen hätten als Klassensprecher, Streitschlichter, Sanitäter oder mit sonstigen Funktionen die Schule mitgestaltet. "Dieses Engagement habt ihr dann auch auf den Unterricht übertragen und erkannt, dass man nicht mit den Händen in der Hosentasche die Leiter erklimmen kann. Besonders machten auch aber die großen Begabungen im musischen Bereich aus."

Direktor Weis stellte heraus, dass alle 103 Schüler mit dem Zeugnis der "Mittleren Reife" entlassen würden und mit einem Ausbildungsplatz versorgt seien oder einen weiteren schulischen Weg gingen. Dazu hätten die Schüler auch alle Möglichkeiten zu besonderen Leistungen genutzt. Von 76 möglichen Schülern wären so 72 in eine mündliche Prüfung gegangen und 50% davon hätten damit ihre Noten noch verbessert. Dies zeige das Engagement des Schülerjahrgangs.

Zweiter Konrektor Christian Fackler zeichnete dann mit den Sponsoren die besten Schüler aus, unter denen Michellé Schad aus Ditterswind (Klasse 10a) mit einem Notendurchschnitt von 1,27 besonders hervor ragte.
Über die Grundschule Maroldsweisach war sie in die Realschule gekommen und sich dabei auch in der Klassengemeinschaft zweimal als Klasswensprecherin engagiert. Und darin sah sie durchaus einen Erfolg für ihre guten Leistungen. "Das schönste an einer Schule ist doch, wenn es eine gute Klassengemeinschaft gibt. Wenn das der Fall ist, geht man gerne in die Schule. Das war bei mir der Fall und alles hat gepasst."

Mit ihrem herausragenden Zeugnis und den Prüfungsergebnissen, bei denen sie in allen Prüfungsfächern mit der Note 1 abschnitt, stehen ihr alle Türen offen. "Ich gehe aber jetzt weiter auf die Schule, will mein Abitur machen und dann studieren." Dabei ist das Berufsziel für sie noch nicht ganz klar. "Aber ich denke, dass es auf jeden Fall in die technische Richtung geht. Mathematik und Physik haben mir schon bisher sehr viel Spaß bereitet. Ich sehe meinen Weg deswegen mehr in der Entwicklung oder vielleicht auch in einem Ingenieurberuf."

Weiter wurden die Schüler mit einem Notendurchschnitt mit einer 1 vor dem Komma geehrt: Stefan Weitz (1,45), Karina Stüllein, Hemmendorf (1,45) Moritz Schnabel, Hafenpreppach (1,58), Nikolai Popp, Kaltenbrunn (1,58), Lena Lurz, Jesserndorf (1,81), Carolin Süppel (1,81), Johanna Heim, Heubach (1,91) und Patrick Höfner, Rentweinsdorf (1,)1).

Außerdem wurden die besten Schüler in den Wahlpflichtfächern auch mit Präsenten der Sponsoren ausgezeichnet:
Stefan Weitz (Mathematik/Physik - Preis von FTE automotive);
Caroline Süppel (Betriebswirtschaft, Recht - Preis Sparkasse Ostunterfranken);
Marina Kutsch (Französisch - Flessabank Ebern);
Nico Bäuerlein (Werken - Gewerbe- und Tourismusverein);
Michelle Schad (Schulbeste - Raiffeisenbank Ebern).

Außerdem wurden Schüler für ihre besonderes Engagement an der Schule ausgezeichnet: David Büttner, 10 d (Schulband, Percussionensemble und Soundtechnik), Isabell Posekardt 10b (Schulchor, Tutorin, Streitschlichter); Isabell Posekardt 10 b und Marie-Luise Streng 10 b (Schülersprecher).

Eine Ehrung erfuhren auch die beiden Verbindungslehrerinnen Luckas und Werner und die Elternbeiratsmitglieder Schramm, Weidlich und Pitterle wurden aus dem Elternbeirat verabschiedet.

Das Orchester und Solistinnen umrahmten die Abschiedsfeier mit musikalischen Höhepunkten und erhielten dafür sehr viel Beifall.