Für beide neuen Bauprojekte in Zeil gibt es nach Aussage von Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) bereits Interessenten. "Wir haben Anfragen von Firmen, in erster Linie aus Zeil, die gerne Flächen in der Gröbera haben möchten", sagt Stadelmann und nennt die Brauerei Göller, die sich schon eine Fläche reserviert habe.


Finanzierung auf fünf Jahre

Gemeinsam mit Vertretern der verschiedenen am Bau beteiligten Firmen hat sich Stadelmann an der Gröbera II getroffen, um mit einem Spatenstich offiziell die Erschließung des Gebietes zu eröffnen, die in zwei Abschnitte aufgeteilt ist.

Bereits seit dem Jahr 1999 liegt der Bebauungsplan für die Gröbera-Erweiterung vor. Jahrelang war die Nachfrage nach Gewerbeflächen gering, und "finanziell ist Zeil ja auch nicht auf Rosen gebettet", erklärt Stadelmann. Doch dank gestiegener Nachfrage traut sich die Stadt, die Baukosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro zu stemmen.

Mit Hilfe der Bau- und Finanzierungsgesellschaft KFB kann die Stadt diesen Betrag leisten. "Wir zahlen jährlich einen Betrag zurück, so dass wir in fünf Jahren schuldenfrei sind", erklärt Stadelmann. Selbstverständlich hoffe die Stadt, dass die Kosten durch dann verkaufte Flächen gedeckelt seien.


Schnelles Internet ist vorhanden

"Die Firmen werden hier eine hervorragende logistische Versorgung vorfinden", erklärt Stadelmann. Und KFB-Projektbetreuer Robert Hammerand scherzt: "Wir haben hier dann alle nötigen Leitungen. Nur keine Bierleitung, aber der Göller ist ja direkt nebenan." Die abseits gelegene Baustelle hat keine direkte Auswirkung auf die Zeiler. Da aber ein Kreisverkehr die Bedingung für die Gröbera-Erweiterung war, werde es im Sommer zu Bauarbeiten auf Höhe des Weinguts am Ortsausgang Richtung Haßfurt geben.

"Ein Kreisverkehr an dieser Stelle ist für den Stadtrat unabdingbar, da die Sicherheit an erster Stelle steht", erklärt der Zeiler Bürgermeister. Schließlich würden schwere Fahrzeuge dort entlangfahren und man erhoffe sich dadurch eine Entlastung. Mit dem Bau des Kreisverkehrs soll im August begonnen werden. Ab Februar 2017 sollen Firmen im Gewerbegebiet bauen können.

In Krum soll die Bebauung schon früher starten. "Wenn alles glatt läuft, kann ab September gebaut werden", sagt Stadelmann in Krum.


75 bis 80 Euro pro Quadratmeter

Ein Platz sei inzwischen verkauft, für die anderen 15, alle im Besitz der Stadt, gebe es Interessenten. Thomas Stadelmann ist froh, dass Krum neue Bauplätze bekommt. "Was lange währt, wird endlich gut. Jetzt können die Krümler endlich neue Häuser bauen", sagt er. Die Grundstücke können voraussichtlich für 75 bis 80 Euro pro Quadratmeter gekauft werden.