Das hat den Narren so richtig gut getan: nach zwei schweißtreibenden Prunksitzungen am Freitag und Samstag hat die Sonne am Sonntagnachmittag zum Umzug eingeheizt. Viel farbenfroher als sonst leuchteten daher die Kostüme der Gardemädchen, der Kopfschmuck der Kindergartenkinder, die sich den Jahreszeiten verschrieben hatten, oder die fünf Faschingswagen aus den Dörfern der Marktgemeinde.

Viele Fußgruppen waren unterwegs, wie der Raupen-Express der Krabbelgruppe, Museumsleiter Heinz Braunreuther mit einer Attrappe des "King" Elvis Presley - der im Januar 80 geworden wäre - und Elvis-Imitator Waldi Butterhof, ferner eine Truppe "Super-Men" oder die Gruppee des TSV Burgpreppach als Schlotfeger.
Angeführt wurde der Zug von den beiden Prinzenpaaren, die in Cabriolets chauffiert wurden, und den Garden. In Gemeinfeld dürfte keiner mehr daheim gewesen sein, soviel Indianer waren beim "Zeltlager" dabei. Dass es in Burgpreppach wohl kein Wirtshaus mehr gibt, es dafür aber beim Just-Stop "früh bis abends was zu essen gibt", darüber klärten die "Dangstellen-Hogger" die Gemeinderäte auf, während die Fitzendorfer Wehr in historischer Unforim skandierte: "Bei uns brennt nichts an". Und der Frauenstammtisch stellte philosophisch fest: "Wir lästern nicht! Wir beobachten, analysieren und bewerten". Der Skiclub Chain Gang aus Ibind will "die Straß'" beschneien, weil auf "die Frau Holle" kein Verlass sei."

Bürgermeister Hermann Niediek war als Neuling zum ersten Mal dabei mit seinem Stellvertreter Reinhold Klein, sowie Pfarrer Peter Bauer und Pastoralreferent Norbert Zettelmeier, die für den Kindergarten sammelten - schließlich ist der Kindergartenträgerverein Veranstalter dieses Spektakels.

Auch wenn es manchem nicht auffiel: bis vor wenigen Jahren hatten mit den Schloßbergern aus Hohnhausen und den Leuzendorfer Musikanten zwei Blaskapellen den Zug begleitet - jetzt kam die Musik ausschließlich aus der Retorte. Vielleicht sollte man für nächstes Jahr ...?