Nach langwierigen Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Schweinfurt einen 24-Jährigen festgenommen, der im Verdacht steht, schwunghaften Handel mit Rauschgift betrieben zu haben. Am Mittwoch wurden mehrere Wohnungen in Haßfurt und dem Landkreis durchsucht und dabei umfangreiches Beweismittel sichergestellt. Der Täter sitzt hinter Gittern, berichtet das Polizeipräsidium in Würzburg.

Verdacht erhärtet


Ende April hatte sich durch Hinweise nordbayerischer Zoll- und Polizeibehörden der Verdacht erhärtet, dass der Mann aus dem Landkreis Haßberge seit Jahren immer wieder größere Mengen Betäubungsmittel verkauft. Seine zwielichtigen Geschäfte wickelte er aber offenbar nie bei sich zu Hause, sondern in Wohnungen von Freunden ab.
So rückte auch die vier Jahre ältere Freundin des Täters ins Visier der Ermittler. Aus ihrer Haßfurter Wohnung versorgte der junge Mann regelmäßig seine Kundschaft. Am Mittwoch schlugen die Beamten nun zu und durchsuchten zeitgleich mehrere Wohnungen.

Festgenommen


Dabei fanden die Ermittler in der Wohnung der Frau über 100 Gramm Crystal Speed, die gleiche Menge Marihuana, einige Gramm Haschisch und zahlreiche Rauschgiftutensilien. Der Computer des Mannes wurde ebenfalls sichergestellt. Das Paar wurde festgenommen. Im elterlichen Anwesen des eifrigen Händlers fielen den Beamten noch über ein Kilogramm Marihuana und mehrere Tausend Euro Drogengeld in die Hände.
Ebenso konnten bei den Durchsuchungen ein Butterfly-Messer, zwei Kampfmesser sowie ein erlaubnispflichtiges Luftgewehr sichergestellt werden. Da der Verdacht bestand, dass der Mann im Besitz einer Schusswaffe sein könnte, wurden die durchsuchenden Beamten von Spezialkräften und Polizeihunden unterstützt.

Der richtige Riecher


Ein Großteil der Drogen wurde dank der ausgezeichneten Spürnase des Rauschgifthundes aufgefunden.
Der junge Mann wurde auf Anordnung der Bamberger Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt und wanderte kurz darauf hinter Gitter. Auch seine Freundin wurde vorläufig festgenommen. Sie kam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Bamberg wieder auf freien Fuß. Die Kriminalpolizei Schweinfurt wertet jetzt die zahlreichen sichergestellten Beweismittel aus und versucht die Kundschaft des Händlers zu ermitteln.