Seit mehreren Monaten haben Beamte der Kriminalpolizei Schweinfurt gegen den 19-Jährigen ermittelt, wie das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg am Mittwoch mitteilte. Der junge Mann hatte laut Polizei mindestens 600 Gramm Haschisch sowie Kräutermischungen mit berauschender Wirkung an zahlreiche Abnehmer verkauft. Im Zuge der Ermittlungen wurden weitere Straftaten geklärt.

Bereits im Sommer hatten die Fahnder der Schweinfurter Kripo Hinweise erhalten, dass der 19-Jährige mit Haschisch dealen würde. Um der Sache nachzugehen, beantragte die Polizei bei der Staatsanwaltschaft in Schweinfurt einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes in Westheim. Damit klingelten die Polizisten Mitte Juli an dessen Tür. Bei der Durchsuchung kamen fast 100 Gramm Haschisch und ein griffbereites Pfefferspray zum Vorschein und wurden sichergestellt. Die Ermittler fanden ferner Hinweise auf Rauschgiftgeschäfte des 19-Jährigen sowie mehrere Hundert Euro Drogengeld.

Dadurch kamen die Beamten einem Gleichaltrigen aus Knetzgau auf die Spur. Auch seine Wohnung wurde durchsucht. Neben einigen Rauschgiftutensilien fanden die Polizisten bei dem Mann einen nach dem Waffengesetz verbotenen Gegenstand. Der Mann räumte in seiner Vernehmung ein, mehrfach sogenannte Legal Highs (Kräutermischungen mit berauschender Wirkung) gekauft zu haben.

Im Rahmen ihrer Nachforschungen gelang es den Polizisten, weitere 22 Abnehmer des 19-Jährigen zu ermitteln. Der Verkäufer und seine Kunden müssen nun alle mit einer Anzeige wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Arzneimittelgesetz rechnen, so informierte die Polizei weiter. Insgesamt hat der Beschuldigte mindestens 600 Gramm Haschisch und Kräutermischungen umgesetzt. Zusätzlich wurde bekannt, dass der Mann gegen Steuergesetze verstoßen hat, da er mehrfach unverzollte Zigaretten verkauft hat.