Weitere Ermittlungen sind erforderlich, um Licht in das Dunkel der Delikte zu bringen. Die Fahndungskontrollgruppe der Verkehrspolizei Bamberg hatte an der Autobahnabfahrt der A 70 bei Unterhaid ein Auto mit Nürnberger Kurzzeitkennzeichen angehalten. Die drei aus Rumänien stammenden Insassen wurden kontrolliert.
Der Fahrer konnte keinen Führerschein vorlegen. Er gab an, das Dokument in Rumänien vergessen zu haben. Sofortige Ermittlungen ergaben jedoch, dass dem jungen Mann die Fahrerlaubnis in Rumänien entzogen worden ist. Er wurde zudem von der Staatsanwaltschaft in Fulda gesucht.

Seine Begleiterin wird laut Polizeiangaben als Halterin des Fahrzeugs angezeigt, da sie sehr wohl von den Umständen wusste und trotzdem ihrem Freund gestattete, den Wagen zu fahren. Der dritte Insasse wurde von den rumänischen Behörden gesucht. Der Mann hätte in Rumänien eine Haftstrafe von sechs Jahren antreten müssen, tat dies aber nicht. Vor Haftantritt machte er sich aus dem Staub. Der Mann muss jetzt mit seiner Auslieferung in sein Heimatland rechnen. Warum der Mann in Rumänien zu einer Haftstrafe verurteilt worden war, ist nicht bekannt.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fand die Polizei über 100 verschiede Kosmetikartikel, einen Berg von 70 Süßigkeiten (Schokoriegel, Schokoladentafeln) sowie alkoholische Getränke und drei Paar neue Sportschuhe. Diese Gegenstände wurden sichergestellt, da die Rumänen keinen Nachweis über den Kauf vorlegen konnten. Die Ermittlungen der Bamberger Polizei bezüglich der Herkunft der Kosmetik- und der Genussartikel sind am Laufen. Stammen sie womöglich aus Diebstählen?