Dass der Pflegededarf da ist und in den kommenden Jahren steigen wird, davon geht das Landratsamt in Haßfurt aus. So sagt etwa eine Prognose des Bayerischen Landesamts für Statistik voraus, dass bis zum Jahr 2034 der Anteil der über 64-Jährigen im Landkreis Haßberge um fast 50 Prozent höher sein wird als zum jetzigen Zeitpunkt.

Bei einer Pressekonferenz im Landratsamt stellte gestern der Landrat Wilhelm Schneider (CSU) Pläne vor, das Angebot des Pflegestützpunktes Haßberge ab Juni um eine monatliche Außensprechstunde in der Verwaltungsgemeinschaft Ebern zu erweitern. "Kurze Wege" und die Möglichkeit auf ein Beratungsgespräch vor Ort seien notwendig bei solch vertraulichen Gesprächen, hatte die Eberner Kreisrätin Isabell Kuhn (JL) erklärt, die die Außenstellenberatung angeregt hatte und beim Landrat auf offene Ohren stieß.


An jedem dritten Donnerstag im Monat

Die Beratung, die Landkreisbewohner kostenlos in Anspruch nehmen können, richte sich insbesondere an Senioren, Pflegebedürftige und deren Angehörige, sagte der Landrat. Esther Röhner, deren Stelle als "wettbewerbsneutrale Beraterin" im Landratsamt Haßberge von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen finanziert wird, übernimmt diese Beratung ab 22. Juni. Das Angebot wird es vorerst für ein Jahr an jedem dritten Donnerstag im Monat von 14 bis 17 im VG-Gebäude in Ebern geben. Laut Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) ist das Besprechungszimmer "barrierefrei durch einen Aufzug zu erreichen". Beraterin Esther Röhner ist auch telefonisch zu erreichen unter Rufnummer 09521/27495.