Auch wenn dort das Jahr über noch so viel los ist: So viel ausgelassener Trubel wie an diesem Nachmittag allerdings herrscht nur selten im Oskar-Kandler-Zentrum in Kirchlauter. .Ein voller Erfolg war der "Kinderfasching". Die Kinder und Jugendlichen präsentierten sich in einer Vielzahl von Masken, konnten nach Herzenslust tanzen und sich an lustigen Spielen beteiligen, und einige Tanzgruppen zeigten besondere Darbietungen.
Die "I have a Dream"-Gruppe ("IHAD"-Gruppe) Kirchlauter, die sich nach der berühmten Rede von Martin Luther King benannt hat, hatte den Kinderfasching zum zweiten Male ausgerichtet. Zuvor war er viele Jahre von der Pettstadter Tanzgruppe unter Leitung von Erna Schor veranstaltet worden.

Die jungen Veranstalter waren mit dem Besuch äußerst zufrieden und haben fest vor, diese Tradition einer Faschingsveranstaltung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Eltern und Omas aufrechtzuerhalten.

Tanzgruppen in Aktion

Alle Teilnehmer konnten sich an den Auftritten verschiedener Tanzgruppen erfreuen. So zeigten die Pettstadter Tanzgruppe, die Prinzengarde, die "Magical Cats" und das Männerballett Ausschnitte aus ihren Programmen. Aber auch die jungen Faschingsnarren kamen voll auf ihre Kosten, denn sie wurden immer wieder dazu aufgefordert, bei Spielen wie die Reise nach Jerusalem, dem Apfelsinen- oder Ententanz sowie dem "Roten Pferd" und Indianertänzen mitzutun.

Für krebskranke Kinder

Die "IHAD"-Gruppe Kirchlauter verband damit wieder eine besondere Aktion, denn der Reinerlös wird dem Projekt "Fruchtalarm" zugutekommen. Dabei werden auf verschiedenen Kinderkrebsstationen wöchentlich erfrischende, natürlich alkoholfreie Cocktails gemixt und die kranken Kinder dürfen sich dabei auch selbst betätigen. Primär geht es dabei um den Spaß an der Sache, jedoch ist dies mit einem sehr wertvollen Hintergrund verbunden.

Bisher wurde diese Initiative schon mit großem Erfolg an 10 Kinderkrebsstationen in Deutschland durchgeführt, wobei es aber insgesamt 56 Kliniken mit solchen Stationen gibt. Bis zu diesem Jahr hat es in Bayern noch kein derartiges Projekt gegeben, und die "IHAD"-Gruppe Kirchlauter will das mit ihrer Spende ändern, wie Vorsitzender Dominik Baum sagte.