Dass er einmal Theologe, dass er Seelsorger und ein weithin berühmter Mann werden würde, war Adolph Kolping nicht an der Wiege gesungen worden. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, startete er als Handwerker ins Berufsleben. In seiner spannenden Textcollage, bestehend aus Tagebuchaufzeichnungen und Briefen, szenisch von ihm selbst interpretiert, zeichnet Peter Langer den wechselvollen Weg Kolpings nach.
Die für die Kolpingsfamilie Klaus Förtsch mitteilt, tritt Langer auf am Samstag, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im Pfarrheim "Adolph Kolping".


Bildung und Unterstützung

Wandernden Handwerksburschen eine Unterkunft zu geben, sie untereinander in Kontakt zu bringen, ihnen Bildung zu ermöglichen und sie vor allem auch sozial zu unterstützen, das war Kolpings Idee. Von dieser Idee lebenslang begeistert, zog er durch halb Europa, um sogenannte Katholische Gesellenvereine zu gründen, sie aufzubauen und sie zu vernetzen. Was für einen modernen Urlauber eine kinderleichte Sache ist, gestaltete sich Mitte des 19. Jahrhunderts recht schwierig. Man flog nicht mal eben von Köln nach Budapest, Tirol oder zum Papst nach Rom. Kolping war mit der Kutsche, der Bahn und dem Schiff unterwegs.
Aus Langers szenischer Lesung geht deutlich hervor, warum Kolping ein Vorbild bis heute ist, ungebrochen modern und aktuell. Das beweisen 400 000 Kolping-Mitglieder weltweit.


Wechselnde Perspektiven

Peter Langer, Bildungsreferent in der Kolping-Akademie, macht Kolpings Werk lebendig. Mal schlüpft er, auf der Kutsche sitzend, in die Rolle Adolph Kolpings, mal ist er der Kutscher vorne auf dem Bock, der von den nächsten Etappen der jeweiligen Reise erzählt.
In seiner Textcollage präsentiert er Adolph Kolping als einen wachen Weltbeobachter. Was immer ihm auffällt in anderen Ländern und Landstrichen, teilweise skurrile Begebenheiten und Begegnungen, hält Adolph Kolping in seinen Tagebüchern und Briefen fest. Und es fällt ihm eine Menge auf an sonderbar anmutenden Gepflogenheiten und Verhaltensmustern. Peter Langer nimmt seine Zuhörer mit auf die Reise quer durch Europa. red