Der Landeswettbewerb 2015 "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur" und der Zustand einer Linde am Eingang waren der Anlass, dass Bürgermeister Claus Bittenbrünn, die beiden Unfindener Stadträte Evi Rügheimer und Thomas Hendrich und der Obst- und Gartenbauverein Unfinden sich am letzten Samstag im April am Friedhofseingang trafen.

Bäume müssten gefällt werden

Man sprach über den Zustand der beiden Linden am Haupteingang. Eine Fachfirma hatte bei Pflege- und Sicherungsmaßnahmen festgestellt, wie es hieß, dass der linke Baum von innen ausgehöhlt ist und gefällt werden müsste. In diesem Zusammenhang wurde beraten, ob neben der linken auch die rechte Linde, rein optisch in noch schlechterem Zustand, nicht auch gefällt werden sollte. Man einigte sich darauf, das Fällen in den Herbst zu verschieben, da der Obst- und Gartenbauverein seine Vereinsmitglieder zu möglichen Neuanpflanzungen befragen will.

Wo kommen die Urnengräber hin?

Außerdem ging es in dem Gespräch um die Zukunft des Friedhofs. Bürgermeister Bittenbrünn machte deutlich, dass wegen der demografischen und örtlichen Entwicklung in der Bevölkerung Urnengräber gewünscht werden. Die Stadt Königsberg und der Obst- und Gartenbauverein Unfinden wollen daher mit Johannes Bayer vom Kreisverband Haßberge für Gartenbau und Landespflege ein Konzept erstellen zur Umgestaltung des Friedhofs.
Schließlich schauten sich die Verantwortlichen beim Rundgang über den Friedhof den Zustand des Totenhäuschens, der Von-Segnitz-Gruft und des großen Eingangstors an. Bürgermeister Bittenbrünn sagte zu, dass die Stadt die Materialkosten für das Herrichten übernehmen wolle. Dies war für den Verein der Anlass, mit Renovierungsarbeiten zu beginnen.

Der Efeu ist schon mal weg

Anfang Mai ging man an die Vorarbeiten standen an. Frank und Steffi Bayer, Andrea und Alexander Feuerlein, Anke und André Ankenbrand, Sabrina Welsch, Claudia Schüll, Eric Kettler, Frank Fischer, Walter Kirchner und Ingo Wohlgemuth machten sich in Trupps daran, das Efeu am und um die Segnitzgruft zu entfernen. Währenddessen wurde nach Anleitung von Achim Wohlgemuth das große Tor wieder gängig gemacht.

Ein weiterer Trupp entfernte die Beläge von den Steinplatten und den beiden Mäuerchen zum Totenhäuschen, sodass diese wieder hell erstrahlen. Unterstützt wurden die Arbeiten von den Kindern Mona, Maya, Jule, Leonie, Luisa und Sophia.Die Verpflegung übernahm Stadträtin Evi Rügheimer.

Neu ausgefugt

Ein Woche später wurde noch das Tor imprägniert und die Fugen an der Gruft mit Sand ausgefugt. Die Stadt Königsberg setzte ihrerseits das Dach des Totenhäuschens instand. Und dann pflanzten Sabrina Welsch und Ute Machwart noch die Blumen am Rathaus und vor die Gruft. Das große Tor wurde außerdem mit Unterstützung von Jule, Leonie und Maya gestrichen. Nachdem die letzte Farbe aufgetragen und getrocknet war, konnte der mittägliche Regen dem Holz nicht mehr zusetzen. Und die Unfindener freuen sich jetzt über einen wunderschönen Friedhof.