Der kleine Bezirksposaunenchor unter Jürgen Koch und Bezirkskantor Matthias Göttemann an der Orgel, das war ein schöner melodiöser Auftakt. Dekan Jürgen Blechschmidt zitierte bei seiner Auslegung eines Abschnitts aus dem Johannes-Evangelium den Hohen Priester Kaiphas: "Es ist besser für euch, einer sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe."

Gott hilft bei der Entscheidung

Kaiphas habe damit unbewusst eine Weissagung ausgesprochen. Denn der Tod Jesu geschah. Genau wie Kaiphas, meinte Blechschmidt, entscheide der Mensch auch heute sich manchmal für das "kleinere Übel". Die Gläubigen sollten Gott um Unterstützung und Begleitung bitten, um die richtigen Alternativen finden zu können.

Im Gottesdienstes wurden Mitglieder des Dekanatsausschusses verabschiedet. Abschied nahmen Inge Braun, Margot Dümler, Wolfgang Günzler, Gerhard Koch, Elisabeth Köhler, Walter Schmidt, Gisela Schott, Charlotte Seitz, Heinz Spindler und Uta von Truchseß sowie die Geistlichen Bernd Grosser, Hans Körner, Wolfgang Scheidel und Claudia Winterstein (einige stellten sich am Nachmittag zur Wiederwahl).

Die Landessynodalen Robert Glenk und Pfarrer Wolfgang Scheidel wandten sich an die Anwesenden. Pfarrer Scheidel berichtete, dass Kürzungen und Stellenstreichungen erst einmal bis 2021 für das Landeskirchenamts kein Thema sind. Jürgen Blechschmidt freute sich, dass "mit den Hauptamtlichen viele Lektoren und Prädikanten die Gottesdienste in den Gemeinden unseres Dekanats gestalten und dass immer wieder Menschen sich bereiterklären, die dafür nötige Ausbildung auf sich zu nehmen."

Situation bei den Pfarrstellen

Für kurze Zeit hat es bei den Pfarrstellen im Dekanat eine Vollbesetzung gegeben. Seit Anfang März sind aber wieder die Pfarrstellen Holzhausen und Friesenhausen/Wetzhausen vakant. Pfarrerin Eszter Manke-Lackner ist nach Ungarn zurückgekehrt; ihr Ehemann Holger Manke hat dort die deutschsprachige Gemeinde in Sopron übernommen. Das Pfarrerehepaar Bettina und Volker Klemm ist jetzt auf der Pfarrstelle Rückersdorf bei Nürnberg im Einsatz. Erfreulicherweise laufen aktuelle Stellenbesetzungsgespräche mit Oberkirchenrätin Dorothea Greiner.

Im Rückblick erinnerte Blechschmidt an Synoden, Kirchentage, Klausurtagungen, Reformationsfeste und Projekte. Nach der Neuwahl hat sich der Dekanatsausschuss neu formiert: Als Geistliche wurden gewählt Sonja von Aschen, Peter Bauer, Hans Körner und Claudia Winterstein; qua Amt sind dabei: Dekan Jürgen Blechschmidt und dessen Stellvertreter Bernd Grosser.

Aus den Reihen der Nicht-Ordinierten wurden gewählt Wolfgang Günzler, Doris Hochrein (zusätzlich Schriftführerin), Elisabeth Köhler, Walter Schmidt und Helmut Sperber; dem Präsidium gehören erneut Gisela Schott und Gerhard Koch an.

Dekanatsumlage gesenkt

Die Senkung der Dekanatsumlage von 65 Cent auf 55 Cent pro Gemeindeglied wurde ebenso befürwortet wie die Ergänzungszuweisung, die bei fünf Prozent liegt; die Umlage für das Diakonische Werk Haßberge mit 1,50 Euro pro Gemeindeglied bleibt ebenfalls unangetastet bestehen.