Zunächst hat Bürgermeister Thomas Sechser auf die Vorgeschichte der Dorferneuerungsmaßnahme in Neuschleichach hingewiesen. Es sind schon einige Maßnahmen, wie das Umfeld am Kriegerdenkmal, erfolgreich abgeschlossen. Sechser sprach von einer letztmaligen Chance, um an Fördermittel zu kommen.

Die Fördersätze würden immer mehr sinken, und so müsse sich die Gemeinde mit 50 Prozent an den anfallenden Kosten beteiligen. Laut Gemeindeoberhaupt müsste der Ausbau Neuschleichach in einigen Jahren sowieso erfolgen, aber dann würde die Gemeinde ganz ohne Zuschüsse ausgehen.

An der Aurachbrücke ändert sich einiges


Markus Tropper, der die Planvariante Nummer 4 vorstellte, verwies auf die Erneuerung der Aurachbrücke in der Bachstraße, die keinen guten Zustand aufzeigt. Betonpflaster, Rasenfugen- und Asphaltflächen entstehen. Aber auch Parkplätze sind vorgesehen und die Quelle soll einen Laufbrunnen bekommen. Die Straße soll trichterförmig ausgebaut werden, und der Standort für einen geplanten Baum, der sich schon im Vorfeld als "Knackpunkt" erwiesen hatte, wird verändert.

Laut Tropper sei man an die Angaben vom Amt für Ländliche Entwicklung gebunden und so sei der Ausbau sowie die Gestaltung auch nur begrenzt möglich.

Die Anwohner machen mit


Der Anstieg am Röthenhang wird asphaltiert. Um die Straße nicht noch weiter zu beengen, würden die Anwohner geplante Bäume auch auf ihren Anwesen dulden.

Das Verbindungsgässchen, das parallel von der Bachstraße zur Armin-Knab-Straße hinführt, wird ebenfalls mit ausgebaut und gepflastert.

Als Problem erweisen sich dort die Versorgungsleitungen. Laut Tropper sei der Kanal in Ordnung, aber für die Wasserleitungen würde es Sinn machen, sie im Zusammenhang mit der Baumaßnahme zu erneuern. Die Kosten dafür sollen rund 100 000 Euro betragen.

Geld für die privaten Dorfsanierer


Das im Jahr 2004 gegründete Förderprogramm wurde letztmalig im Dezember 2010 um zwei Jahre verlängert. Der Gemeinderat musste sich nun entscheiden, ob das Programm über 2012 hinaus verlängert wird und auch welche Fördermittel für das Haushaltsjahr 2013 eingeplant werden sollen.

Letztendlich stimmte das Gremium einstimmig einer Verlängerung der Laufzeit zu. Die Mittelbereitstellung für 2013 wird bei der Haushaltsberatung festgelegt.

Während der gesamten Laufzeit wurden bisher 22 Anträge gestellt und eine Summe von rund 128 000 Euro als Zuschuss in Aussicht gestellt. Zwischenzeitlich sind 15 Anträge komplett abgewickelt, bei einem Antrag die Bewilligung zurückgenommen und bei einer weiteren Baumaßnahme nach Ausführung eines Teilbereiches auch nur eine Teilleistung gewährt. Insgesamt sind bisher rund 98 000 Euro an Zuschuss gewährt. Momentan ist eine Summe von ca. 20 000 Euro noch offen und in Aussicht gestellt, jedoch noch nicht abgerufen.

Holzpreise Gemeindewald Oberaurach


Mit zwei Gegenstimmen hat sich der Gemeinderat gegen eine Erhöhung für den Holzpreis für die Einschlagsaison 2012/13 ausgesprochen. In der Sitzung vor einem Jahr hat der Gemeinderat die Holzpreise festgelegt und gleichzeitig beschlossen, jährlich zu prüfen, ob eine Preisanpassung an den Marktpreis vorzunehmen sei und diese gegebenenfalls anzukündigen.

Nach einer Diskussion, bei der sich einige Räte für eine leichte Anhebung aussprachen, wollte man sich dem Preisdiktat nicht unterwerfen und die Preise für Weichholz mit 12 Euro, für Hartholz mit 22 Euro und für Brennholz lang mit 60 Euro belassen, zumal im Vorjahr eine Preisanpassung erfolgte.

Bürgermeister Sechser betonte, dass Oberaurach mit seinen Holzpreisen keinesfalls unter den Preisen der Nachbarreviere liegen würde. Jedoch würde Rauhenebrach eine Erhöhung der Preise erwägen, was aber noch vom Gemeinderat abgesegnet werden muss.


Am Rande



Eine private Bauanfrage auf Erweiterung eines Wochenendhauses und Errichtung einer unterkellerten Doppelgarage führte zu einer Grundsatzdebatte, ob ein Wochenendgebiet in ein Neubaugebiet umgewandelt werden kann. Nach lebhafter Diskussion wurde die Bauvoranfrage zurückgestellt zur weiteren Überprüfung.

Sabine Weinbeer erkundigte sich nach Leitplanken entlang der Straße von Unterschleichach nach Tretzendorf. Bürgermeister Sechser sprach von Normwerten, die keine Leitplanken erfordern würden. Manfred Eichhorn hat den Hochwasserschutz in Oberschleichach angesprochen.