Die Dorfpolitik in den "Heiligen Ländern" bestimmte die Themen des Faschingszuges in Neubrunn. Unter der Organisation des SKK Neubrunn und der Musik der "Neubrunner Dorfmusikanten" schlängelten sich die 14 Wagen- und Fußgruppen von der Siedlung auf den Dorfplatz, wo man bei Musik und Tanz närrisch weiter feierte.
Die Straßenumbenennung der Hauptstraße "Neubrunner Dorfstraße" war ohne Zweifel das im Mittelpunkt stehende Thema. "Die Dorfstraß ist noch nirgends bekannt, des is doch a Schand. Nur gut, dass die Insekten ka Navi brauchen, um a in unnern Garten aufzutauchen. Die in der Neubrunner Dorfstraß ham echt ihr Not, bei Online-Bestellung erscheint error in rot", meinte der Obst- und Gartenbauverein mit seinem schönen Wagen. Auch die Feuerwehr nahm sich dieses Thema an und hatte so manches Missgeschick herausbekommen. "Hümmer Tankstelle von Kirchlauter nun in Neubrunn thront, weil der Friedrich jetzt in der Neubrunner Dorfstraße 26 wohnt."
Die Neubrunn Dorfmusikanten kamen mit ihrem "Suttle-Express" für die Sänger, die ihr Lokal wechseln müssen. "Das Wirthaussingen muss ins Sportlerheim und wer fährt sie dann nach dem Saufen wieder heim?"
Die Buben und Mädchen aus dem Kindergarten zeigten ihren Sinn für Natur. "Im Frühjahr beobachten wir das Naturerwachen und im Sommer lassen wir es beim Sommerfest krachen." Auch zahlreiche andere Vereine und Gruppen aus dem Umland griffen so manches Geschehen auf.