Immer wenn die Sommerferien ihrem Ende entgegen gehen, rüsten sich die Ehrenamtlichen der Kolpingsfamilie Eltmann für ein arbeitsreiches Wochenende, denn am Sonntag nach dem Schulanfang steht der Basar "Alles für's Kind" auf dem Programm - und das schon seit 25 Jahren. Von Anfang an dabei sind Rosalinde Werb und Petra Gehring, für die es während der Vorbereitungen Blumensträuße gab.
"Solche treuen Kräfte findet man nicht oft", dankte Monika Rippstein im Namen der Kolpingfamilie den beiden Frauen. Mit einer der ersten Kinder-Flohmärkte war der Markt in Eltmann. "Damals war noch das Café hier mit im Saal", erinnerte sich Rosalinde Werb - das wurde aber relativ schnell ausgelagert, denn die Warenströme wuchsen.
Um die 7000 Teile werden mittlerweile bei jedem Basar angeboten, zwischen 170 und 180 Anbieter liefern am Freitag und Samstag ihre Waren an und holen die Unverkauften am Montag wieder ab.
Sonntag ist dann "Großkampftag". Ordentlich sortiert nach Größen liegen die Kleidungsstücke für neue Besitzer bereit. Im Foyer sind Kinderwagen, Buggys und Kindersitze aufgereiht, im Untergeschoss finden sich Berge von Spielsachen.
Heute wird das Ganze per EDV verwaltet, in den Anfangsjahren lief die Organisation noch handschriftlich. Obwohl Nicole Rippstein erst 21 Jahre alt ist, kann sie sich an diese Anfänge gut erinnern, denn sie ist mit dem Basar groß geworden, ihre Eltern sind tragende Säulen, und für sie wie für andere Jugendliche ist es ganz selbstverständlich, mit anzupacken, damit der Basar gelingt.
"Trotzdem können wir jeden neuen Helfer gut brauchen, vor allem ein paar kräftige junge Männer für den Auf- und Abbau", so Monika Rippstein. Wenn die Waren angeliefert werden, haben die Helfer schon einige Stunden damit verbracht, Biertische und Kleiderständer aufzubauen - und am Sonntagabend muss alles wieder weg, damit das Pfarrzentrum wieder für den geregelten Betrieb zur Verfügung steht.
Auch das Basar-Jubiläumsjahr ging erfolgreich über die Bühne und mit den beiden Geehrten dankt die Kolpingfamilie allen, die in diesen 25 Jahren geholfen, verkauft, aber vor allem auch eingekauft haben.
Der Erlös des Basars, der einmal im Frühjahr und einmal im Herbst stattfindet, fließt immer einem wohltätigen Zweck zu. In diesem Jahr soll er an Jonas Thein gehen, den jungen Mann aus Uchenhofen, der am Locked-In-Syndrom leidet.