Ein Niederländer hat wesentlichen Anteil daran, dass in Wüstenwelsberg, einem Ortsteil der Itzgrundgemeinde Untermerzbach, eine Osterkrone entstanden ist. Leo Knübben,aus Nuth in den Niederlanden ist eigentlich schon fast ein Wüstenwelsberger. Seit vielen Jahren ist er mit seiner Frau Nelli häufiger Gast auf dem Campingplatz des kleinen Ortes.

Der 66-Jährige und seine Frau fühlen sich von den Bewohnern aus Wüstenwelsberg angenommen und sie sind fest ins Ortsgeschehen integriert. "Ich bin sogar Mitglied bei der Feuerwehr", sagt Leo Knübben und drückt damit seine Verbundenheit zu dieser Wehr und Wüstenwelsberg aus. Am Campingplatz hat er einen "feste Behausung" stehen, wo er jedes Jahr etliche Monate wohnt. "Da bleibt es nicht aus, dass man mit den Menschen, die offen und aufgeschlossen sind, in Kontakt kommt", sagen der Camper und seine Frau.


700 bunte Hühnereier

Gerne war der gelernte Schlosser deshalb bereit, eine Osterkrone aus Eisen zu fertigen, als diese Bitte an ihn herangetragen wurde. Die Idee dazu kam von Gisela Baumann, die ebenfalls am Campingplatz wohnt. Die örtliche Feuerwehr mit Werner Wendler als Vorsitzendem des Feuerwehrvereins hat Unterstützung zu gesagt. "Unsere Frauen, ich denke es waren insgesamt neun, haben über Wochen viele Stunden Hühnereier ausgeblasen und gefärbt, insgesamt 700", sagt Wendler.

Währenddessen hat Leo Knübben in seinem Heimatort in den Niederlanden die Osterkrone gebogen, gebohrt und geschweißt. "Da ich sie von den Niederlanden nach Wüstenwelsberg transportieren musste, habe ich sie in Einzelteilen gearbeitet, sodass sie nicht so viel Platz wegnahm. In Wüstenwelsberg wurde sie dann zusammengeschraubt und am Dorfbrunnen in der Ortsmitte aufgebaut", erläutert der 66-Jährige.

Am Samstag war es soweit. Die Frauen haben die Krone mit grünen Zweigen eingefasst und sind mit ihren bunten Ostereiern angerückt, um die Osterkrone, "Ei um Ei", zu schmücken.

Der Feuerwehrverein Wüstenwelsberg hat hierzu quasi ein kleines Dorffest organisiert. Zahlreich waren die Bewohner des Ortes und die des naheliegenden "Sonnenhofes" gekommen, um mitzufeiern.

Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) lobte die Aktion und das "länderübergreifende Teamwork". Er würdigte sowohl die Initiatoren und alle, die sich eingebracht haben.