Seit 1. Juni ist der 42-Jährige zuständig für den Bezirk Königsberg, Haßfurt sowie Theres, Gädheim und Wonfurt, wie die Behörde in Haßfurt mitteilte. Die Abteilungsleiterin für Bau und Umwelt, Regierungsrätin Adelinde Friedrich, überreichte dem neuen Naturschutzwächter im Beisein von Regierungsamtmann Winfried Seufert die Bestellungsurkunde sowie Dienstausweis und Dienstabzeichen.

Die Naturschutzwächter sind ehrenamtlich und in ihrer Freizeit tätig. "Diese Aufgabe ähnelt eigentlich einem Spaziergang in der Natur, ich sehe es nicht als Arbeit", sagt Matthias Weidmann. "Ich liebe die Natur, bin viel draußen mit meiner Neufundländerin Yenga unterwegs, mit dem Fahrrad oder zu Fuß - da kann ich das gut miteinander verbinden."

Im Wesentlichen versteht sich die Naturschutzwacht als eine Verstärkung der Naturschutzbehörde draußen vor Ort, als eine Art Naturschutz-Polizei. Die Naturschutzwächter informieren die Bürger über den richtigen Umgang mit der Natur und überwachen die Einhaltung von Naturschutzgesetzen. Das heißt, sie sorgen dafür, dass niemand geschützte Pflanzen abreißt oder ausgräbt oder das niemand im Naturschutzgebiet unerlaubt angelt, zeltet oder Feuer macht. Durch Aufklärung und Beratung wollen die Naturschutzwächter Verständnis für Naturschutzmaßnahmen wecken.

So sprechen Naturschutzwächter mit Wanderern oder Erholungssuchenden, die beispielsweise mit dem Auto außerhalb von Wegen fahren oder im Baggersee schwimmen. Auf ihren Kontrollgängen gehen sie regelmäßig schutzwürdige Gebiete ab (Naturschutzzonen, Naturdenkmale, Landschaftsschutzgebiete) und erstatten der Naturschutzbehörde im Landratsamt Bericht. Sie wachen darüber, dass die Rechtsvorschriften eingehalten werden, und dürfen Verstöße auch verfolgen und ahnden. Das heißt, sie haben einige "hoheitliche Befugnisse".
Im Haßbergekreis ist die Naturschutzwacht in fünf Dienstbezirke unterteilt mit je einem Naturschutzwächter.