"Das Landratsamt Haßberge hat uns die Information zukommen lassen, dass der Änderungsantrag der Firma Loacker im vereinfachten Verfahren durchgeführt werden soll, obwohl es in der Vergangenheit immer wieder zu einer Gefährdung und Verschmutzung der Umwelt im Normalbetrieb bei dieser Firma gekommen ist. ... Wir werten dies als ein klares politisches Eingeständnis im Sinne der Betreiberfirma Loacker und gegen die Menschen im Landkreis."

Keine Akteneinsicht


Das vereinfachte Verfahren bedeutet laut BI, dass weder die Gemeinde Wonfurt, noch die Stadt Haßfurt und andere Nachbargemeinden eingebunden, sprich um ihre Meinung gefragt werden müssen.
Auch der BI wird nach Werners Angabe die Einsicht in die Unterlagen verwehrt. "Lediglich bei einem angedachten Gespräch sollen die BI und die Gemeinde Wonfurt über die vom Landratsamt im Einvernehmen mit Loacker getroffenen Maßnahmen aufgeklärt und vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die Vergangenheit hat uns jedoch gezeigt, dass solche einvernehmliche Maßnahmen in keiner Weise fruchten", sagt Werner weiter.

Arsen im Körper


Bei Anrainern seien schon vor der Kreisbürgerversammlung in Wonfurt Arsenvergiftungen durch die Uni-Klinik Erlangen diagnostiziert worden, erklärt die BI. Arsen stehe an erster Stelle in der Giftskala. Auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), das in die Untersuchungen der Vorgänge bei Loacker eingebunden sei, kenne diese Ergebnisse, sagt Werner. "Das heißt, Herr Handwerker und seine Kreisbehörde hatten im Giftskandal Loacker die Kenntnis vom Austreten einer der gefährlichsten Nervengifte, die es gibt. Dies wurde weder bei dem uns vorliegenden Biomonitoring der Mitarbeiter von Loacker, noch bei den Anrainern berücksichtigt. "

Protest geht weiter


Die Untersuchungsergebnisse bei Anrainern sind für die BI "niederschmetternd und äußerst Besorgnis erregend. Aus unserer Sicht ist nicht nur dadurch eine Gefährdung der Umwelt und der Bevölkerung nachgewiesen. Die Ergebnisse untermauern nicht nur, sondern toppen schon immer geäußerte Befürchtungen." Die Bürgerinitiative will die Protestaktionen fortsetzen.