Die Vorgänge um die Firma Loacker im Wonfurter Gewerbegebiet werden zur unendlichen Geschichte. Erneut haben die Bürger in den letzten Tagen über Staubemissionen aus dem Recyclingbetrieb geklagt, und erneut hat das Landratsamt am Freitag dem Unternehmen die Verarbeitung von Elektroschrott untersagt.

Das Landratsamt lässt seit Anfang des Jahres an drei Messstationen rund um die Firma Loacker den Schadstoffgehalt der Luft laufend prüfen. Die ersten Ergebnisse aus dem Januar liegen laut Behörde nun vor.

An zwei Messstellen sind laut Behördensprecherin Monika Göhr die Grenzwerte bei den Schwermetallen Blei, Nickel und Cadmium überschritten worden. Außerdem wurde eine "hohe Belastung" bei Kupfer festgestellt. Auch bei den Dioxinen und Furanen, die als krebserregend gelten, "sind die Zielwerte deutlich überschritten", teilte die Behörde in Haßfurt weiter mit.


Seit Monaten in der Kritik


Die Firma Loacker ist seit Monaten in den Schlagzeilen, weil immer wieder Staub und mit dem Staub gefährliche Substanzen aus dem Betrieb in die Umwelt gelangen sollen. Das Unternehmen recycelt Elektroschrott und Kabel.

Aufgrund der Messergebnisse hat das Landratsamt Haßberge an das Landesamt für Umwelt und an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine Reihe von Fragen gestellt. Dabei geht es in erster Linie um eine mögliche Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung durch Loacker und um Möglichkeiten zur Abhilfe.

Bis zur Beantwortung der Fragen untersagt das Landratsamt Haßberge eigenen Angaben zufolge der Firma Loacker ab sofort die Verwertung von Elektroschrott. Es darf nur noch Kabelschrott verwertet werden.