Abschied nehmen hieß es in der Sitzung am Dienstag für sechs Gemeinderäte und Ortssprecher, aber auch für Bürgermeister Wilhelm Schneider (CSU), der ab 1. Mai neuer Landrat des Kreises Haßberge ist. Schneider dankte den scheidenden Gremiumsmitgliedern für ihren jahrelangen Dienst. Der Gemeinderat sei diskussionsfreudig und kollegial gewesen und habe erfolgreich die Gemeinde vorangebracht.

Mit einem Stich der Heimatortschaft und einem Bürgermeistersekt wurden Anja Schmitt , Hafenpreppach (CSU, sechs Jahre Gemeinderätin), Eberhard Vogel, Wasmuthhausen (CSU, 6), Berthold Geßner, Ditterswind (CSU, 12), Wilfried Wolfsberger , Maroldsweisach (SPD, 20), 2. Bürgermeister Werner Wunderlich, Maroldsweisach (CSU, 18, davon sechs Jahre 2. Bürgermeister) und Hans Merz, Eckartshausen (12 Jahre Ortssprecher) verabschiedet.

Bürgermeister Schneider übergab symbolisch sein Amt mit der Amtskette an den designierten Nachfolger Wolfram Thein und wünschte ihm viel Erfolg in seinem Amt. Thein meinte, dass es nicht einfach sei, in die Fußstapfen von Wilhelm Schneider zu treten. 2. Bürgermeister Werner Wunderlich zeichnete rückblickend die erfolgreiche Arbeit Schneiders, insbesondere in den vergangenen zwölf Jahren als Bürgermeister auf. Beispielhaft für die vielen Projekte, die unter Schneiders Führung vorangetrieben wurden, nannte er die Sanierung der Wasserversorgung und der Entwässerung mit Anschluss von Ermershausen, Kindergarten und Schulbereich, Straßen, Dorfplätze, Dorferneuerungen und gemeindliche Häuser. Mit einem geschnitzten Wappen der Marktgemeinde überraschte die Gemeinde den scheidenden Bürgermeister.

Am Dienstag stand auch der Haushalt 2014 der Marktgemeinde Maroldsweisach zur Verabschiedung an. Da Kämmerer Arno Welz sich in Urlaub befindet, legte Michael Rahn das 6,8 Millionen Euro große Werk dem Gremium vor. Bürgermeister Wilhelm Schneider meinte in seiner letzten Sitzung, dass auch dieser Haushalt konstant geblieben sei. Einziger Negativpunkt: die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (5.183.520 Euro) zum Vermögenshaushalt (1.686.682 Euro) falle gegenüber dem Vorjahr rund 150.000 Euro geringer aus.

Keine Steuererhöhung

Eine Steigerung der Steuerkraft wird auch für 2015 erwartet. Die Realsteuerhebesätze mit 300 Prozent bei der Grundsteuer A und B sowie 350 Prozent bei der Gewerbesteuer sind schon seit 41 Jahren unverändert. auch die Gebühren für Wasser und Abwasser bleiben wie bisher.

Am Jahresende rechnet man mit mit 2.039.232 Euro Schulden. Dies bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 596 Euro, 107 Euro weniger als der Landesdurchschnitt. 3. Bürgermeister Herbert Baum stellte für die SPD-Fraktion fest, der Schuldenabbau sollte immer vorrangig sein. Nikolaus Schober (FW) möchte die Verschuldung noch schneller herunterfahren. Bürgermeister Schneider verwies jedoch auf die Darlehensverträge. Nachdem auch Rupert Fichtner für die CSU grünes Licht signalisierte, hoben sich bei der Abstimmung alle Hände.