Die Kreuzigungsgruppe im katholischen Friedhof in Kraisdorf ist in den vergangenen Monaten umfangreich saniert worden. Bei einem Ortstermin erläuterte Restaurator Michael Tully aus Königsberg Bürgermeister Ralf Nowak die Arbeiten.

So war im Februar der lebensgroße Christus-Korpus abgenommen und nach Königsberg gebracht worden. Wie Tully erläuterte, sei die Figur wie auch die Kreuzanlage mit den beiden Frauen stark von der Witterung angegriffen gewesen und in der Werkstatt fachgerecht bearbeitet worden. Die drei Figuren sind nach den Worten des Restaurators aus Zeiler Schilfsandstein, die sechs Meter hohe Kreuzanlage aus Räthsandstein. Die Kreuzanlage ist im März und April saniert worden, in den vergangenen Tagen wurde der Korpus wieder angebracht.

Der geplante Kostenrahmen in Höhe von 6000 Euro ist eingehalten worden, bestätigte der Steinbildhauermeister. Dazu gibt es 1200 Euro vom Bezirk Unterfranken, was einer Förderung von 20 Prozent entspricht. Einer eventuellen Segnungsfeier steht Pfarrer Richard Brütting positiv gegenüber. Auf Anfrage unserer Zeitung nannte er als möglichen Termin das Patrozinium der Kirche, das immer am Sonntag nach Fronleichnam gefeiert wird, heuer also am Sonntag, 7. Juni. Das müsse noch mit der örtlichen Kirchenverwaltung abgestimmt werden, so Brütting.

Die Kreuzigungsgruppe ist hundert Jahre alt und war bereits vor rund 20 Jahren schon einmal restauriert worden.