Es wurde gefeiert, gelacht und bis weit über Mitternacht hinaus ein Feuerwerk der guten Laune entfacht bei den Büttensitzungen des Knetzgauer Carneval Vereins im Pfarrsaal Knetzgau. Unter dem Motto "Helden der Kindheit", waren Pippi Langstrumpf, Winnetou und Barbie nur einige der Helden, die Erinnerungen weckten bei Sketchen, Vorträgen und Tanzeinlagen. Aber auch beim Anblick der wundervoll gestalteten Figuren im Saal, wie Spiderman und Co., waren all' die Helden aus den Kindertagen zumindest plastisch allgegenwärtig.

Susanne Merz alias "Cindy von Marzahn" und Heinrich Lindner in der Figur des Thomas Gottschalk führten durch den Abend. Das Prinzenpaar Christina I. und Sebastian I. hatte alle Hände voll zu tun, um die Akteure auszuzeichnen. An die 150 Mitwirkende, darunter 101 Tänzer, sorgten vor und hinter den Kulissen für Faschingsvergnügen. Mit einer karnevalistischen Abordnung waren die "Marienbach Elf" aus Dittelbrunn und die "Mainberger Schlossgeister" zu Gast.


Gardetänzerin der ersten Stunde

Neben den Show- und Tanzeinlagen standen Ehrungen auf dem Programm. Christiane Stühler-Schneider, Schriftführerin der Föderation Europäischer Narren (FEN), dem Dachverband für Karnevalisten, ehrte Magdalena Simon und Norbert Lindner. Magdalena Simon war Gardetänzerin der ersten Stunde. Zudem ist sie als "Webmasterin" für die Homepage des Carneval-Vereins zuständig.

Als Helferin sagt sie nie "nein" und sorgte bei den Büttensitzungen für die Verpflegung. Norbert Lindner ist seit fast 16 Jahren Mitglied und Akteur im Männerballett. Als Wagenbauer, Vereinsschreiner und Kulissenbauer ist er eine große Stütze, wofür KCV-Vorsitzender Mario Pfaff Dank aussprach.

Die Gardemädchen sind der ganze Stolz des Vereins, ob die Minis als "Pippi Langstrumpf" verkleidet, die "Meekids" in ihrem "Sailor Moon Outfit", die "Meefischli" als "Barbie" mit Unterstützung von "Ken" oder die "Stellinas" in ihren farbenprächtigen Kostümen. Ein Augenschmaus war der Soloauftritt von Tanzmariechen Sina Liebler. Alle Akteure, ob groß oder klein, nehmen lange Proben in Kauf, um mit ihren temporeichen Tänzen lang anhaltenden Applaus zu ernten.


Redegewandter Bursche

Als wohl jüngster Redner stand Finn Düring mit einem Rollator auf der Bühne. Mit seinen zehn Jahren ist er nicht auf den Mund gefallen. Finn war als Opa überzeugend: "Meine Super-Heldin ist und bleibt die Mama." Der ältere Bruder Bastian hielt die traditionelle Kunst der Büttenrede aufrecht. Als Rechtsanwalt wusste er über ein "dringendes Bedürfnis" zu berichten.

Im Wirtshaus "Keine Linden" machten sich die Dorfhexen Eva Scheufler, Katja Mühlfelder, Patricia Lindner und Susanne Merz mit Verstärkung durch Peter Liebler alias Gastwirt "Pablos" lustig über dörfliche Begebenheiten. "Ich und mein Baum", sang das Quartett in Anspielung an die "Kerwa" ohne Baum. Auch die Knetzgauer Urgesteine Inge Reugels und Ute Schuler alias "Mari und Gustl" zogen das Dorfgeschehen ordentlich durch den Kakao.


Für den guten Zweck aufgetreten

Als "Rampensau" rockte der aus Würzburg angereiste Kosmas Fischer die KCV-Bühne. Er trat umsonst auf, sammelte aber für die Mukoviszidose-Station der Uniklinik Würzburg. Vor dem Finale mit allen Akteuren heizte die KCV-Showtanzgruppe mit alten und jungen Hasen, einer Mischung aus Männerballett und Hexen ein.