Rund um das Kujathhaus in der Walk-Strasser-Anlage in Ebern ist Hundekot ein Ärgernis. Diese Zeitung berichtete darüber bereits am 30. Januar. Nun protestieren die Kinder, die im Kujathhaus in der Mittagsbetreuung sind, mit Plakaten gegen die unappetitlichen Häufchen. An mehrere Bäume zwischen Stadtmauer und dem Kujathhaus haben sie Plakate angebracht und darauf ihren Unmut geäußert. Sie appellieren an die Vernunft und Rücksichtnahme von Hundebesitzern.


Überall Häufchen

Auf der Fläche in der Walk-Strasser-Anlage, die sich zwischen dem Kujathhaus und der Stadtmauer im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft befindet, tollen die Kinder der Mittagsbetreuung umher. Das hat aber oft zur Folge, dass an ihren Schuhen Hundekot klebt. Denn nur, wer ständig mit den Augen am Boden ist, kann sichergehen, nicht in einen Hundehaufen zu treten. Dass das bei spielenden Kindern nicht der Fall ist, liegt auf der Hand. So kommt es immer wieder vor, dass die Schuhe aufwändig gereinigt werden müssen, um den bestialischen Gestank nicht mit in Gebäude oder Schule zu tragen.

Die Kinder haben deshalb eine Malaktion gestartet, um ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. "Igitt, hier stinkt`s. Hundehaufen müssen weg! Ein Danke von allen Kindern die hier spielen", ist ein Appell, der sich an die Besitzer von Vierbeinern richtet. Aber auch Forderungen der Kinder sind zu lesen: "Achtung! Hier ist unser Spielplatz! Das Kujathhaus bittet die Kacke von den Hunden wegzumachen, weil wir spielen und dann rein treten! Danke."


Bilder mit Häufchen


Eindringliche Gemälde auf den Plakaten verdeutlichen das Anliegen der Kinder. Die Hoffnung der Kinder und vieler Erwachsener und wohl auch der Stadt Ebern ist, dass in der Anlage herumgetobt oder spazieren gegangen werden kann, ohne den Blick ständig auf den Boden richten zu müssen, um den "Tretminen" zu entgehen.
Auch die Hundebesitzer tun ihren Vierbeinern nichts Gutes. Denn mit jeder "Tretmine" wächst der Unmut gegen sie und ihre Tiere, die letztlich nichts dafür können. Forderungen, dass die Stadt konsequent gegen die Hundehalter vorgeht, werden lauter. Deshalb sollte die Stadt, wie aus Kindermund zu hören war, wie folgt eingreifen: "Die müssen halt hinter den Bäumen lauern um die Leute zu erwischen, die die Haufen ihrer Hunde nicht wegmachen und sie dann bestrafen", sagte ein achtjähriges Mädchen.