Mehr Licht hat der Gemeinderat der Kellerstraße in Untermerzbach verordnet. Das Gremium beschloss in seiner Sitzung am Montagabend, dort zwei weitere Straßenlampen aufstellen zu lassen. In dieser Straße steht bisher nur eine Lampe an der Einmündung "Zum Brauhaus", in der Verlängerung zum Sandgrubenweg hin ist es zwischen den dort befindlichen Felsenkellern jedoch sehr dunkel.

Dritter Bürgermeister Dieter Reisenweber hatte vor einiger Zeit angeregt, dort weitere Straßenleuchten aufzustellen. Bürgermeister Helmut Dietz legte in der Sitzung jetzt ein Angebot vor, wonach das Aufstellen von zwei Straßenlampen mit LED-Beleuchtung einschließlich Verkabelung 9500 Euro kostet. "Die Verkabelungsarbeiten müssten so und so gemacht werden", erklärte Dietz. Diese belaufen sich auf knapp 4300 Euro.


Die sparsamsten Lampen

Zweiter Bürgermeister Siegfried Kirchner und Gemeinderat Martin Mölter vertraten die Auffassung, dass Gelblicht genügen würde, da es kostengünstiger sei. Dem widersprach 3. Bürgermeister Dieter Reisenweber. "Wenn wir schon Strom sparen wollen, so sollten wir die sparsamsten Lampen aufstellen." Hier wurde er von den Gemeinderäten Robert Bohla, Sandra Schramm und Gerhard Roth unterstützt. Mit acht Stimmen bei zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, die "LED-Variante" auf sechs Meter hohen Masten aufstellen zu lassen.

Dem Gremium lag ein Bauantrag der Verwaltungsberufsgenossenschaft vor, die im Schloss Untermerzbach eine Akademie betreibt. Die Einfriedungsmauer an der Nordseite, direkt an der Brücke, die von der "Reitbahn" zur Schlossmauer führt, ist auf einer Länge von etwa 20 Metern einsturzgefährdet. Deshalb soll die Mauer einschließlich Sandsteinsockel abgetragen und wieder neu errichtet werden. Das Denkmalamt ist hier eingebunden, erläuterte Bürgermeister Helmut Dietz. Der Gemeinderat erteilte dem Bauantrag sein Einvernehmen.


Kosten für Entwicklungskonzept

Die Gemeinde Untermerzbach nimmt an der Erstellung eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) und des Vitalitätsschecks teil. Hierzu hat der Gemeinderat bereits im Oktober sein Ja gegeben, wie der Bürgermeister sagte. Auf die Gemeinde kommen 35 500 Euro an Restkosten zu, welche nicht anderweitig gedeckt sind. Beschlossen wurde, dass Bürgermeister Jürgen Hennemann aus Ebern die entsprechenden Förderanträge beim Amt für ländliche Entwicklung stellen kann und die Gemeinde ihren Anteil übernimmt, welche durch Zuschüsse nicht gedeckt sind.

Zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat die Hinweise und Anregungen verschiedener Behörden, wie zum Beispiel des Denkmalamtes, des Landratsamtes und des Bayernwerks, die zur Änderung des Flächennutzungsplan und des Bebauungsplans Erkel II Stellungnahmen abgegeben hatten. Das Gremium wird diese berücksichtigen. Die Satzung wird nun veröffentlicht.

Die in Gereuth als erster und zweiter Kommandant der FFW gewählten Reinhold Meixner und Martin Klee hat der Gemeinderat gemäß Feuerwehrgesetz nun in ihren Ämtern bestätigt.