Die beiden Dörfer werden zusammen mit dem Straßenhof über den Sammler bei Gemünd an die Kläranlage nahe der Hetschingsmühle angeschlossen.

Ein Millionenprojekt

Damit endet der letzte große Abschnitt des Abwasserbeseitigungs-Projektes, das schon unter Bürgermeister Rolf Feulner (CSU) anno 1985 gestartet worden war. Von der damals getroffenen Entscheidung, alle Stadtteile an die Kläranlage anzubinden, profitieren nun Hausbesitzer am Ende des letzten Kanalstranges durch die Globalkalkulation.

Über 1,1 Millionen Euro kostet die Maßnahme. "Ein ganz schön heftiger Aufwand für 131 Einwohner, aber sie werden nicht zu allen Kosten, die entstehen, herangezogen", versprach Feulners Nachfolger, Robert Herrmann (CSU), bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend den rund 30 Zuhörern.

185 000 Euro werden an Erschließungsbeträgen auf die Haushalte umgelegt. Als Berechnungsgrundlage dient die die gültige Satzung, wonach 1,55 Euro für den Quadratmeter Grundstücksfläche und 9,55 Euro für die Geschossflächen-Quadratmeter fällig werden. "Ein Durchschnitts-Anwesen zahlt 5500 Euro", hatte der Bürgermeister errechnen lassen.


Viel Geld investiert

Insgesamt zahlte die Stadt bisher 29 Millionen Euro für ihr Abwasserprojekt, rechnete der Bürgermeister vor, wozu es 15,7 Millionen Zuschuss vom Freistaat gab.

Bei den Beitragszahlungen allein wird es aber nicht bleiben. Viele Hausanschlüsse müssen in Weißenbrunn umgeklemmt werden. Und dafür zeichnen die jeweiligen Eigentümer verantwortlich.
Wie dies am günstigen umgesetzt wird, erklärte Bauamtsleiter Martin Lang anhand mehrerer Schaubilder. Dabei erfordert das für Weißenbrunn gewählte Trennsystem (mit Schmutz- und Niederschlagswasser) besondere Sorgfalt.

Kontrollschacht notwendig

So bestand Lang auf den Bau von Revisionsschächten, wie dies in der städtischen Abwassersatzung verankert ist. Auch bat Lang darum, das Bauamt darüber zu informieren, wie der Hausanschluss erfolgt, damit vor dem Auffüllen der Gräben nochmals eine Sichtkontrolle vorgenommen werden kann.

Weiter sollten allen Hausbesitzer von den beauftragten Firmen einen Lageplan mit den Leitungstrassen einfordern, damit dies für alle Zeiten dokumentiert werden kann. Ein Thema, bei dem der Bürgermeister mitfühlte: "Bei mir vor dem Haus wird auch gebaut und da musste auch der Hausanschluss gesucht werden."

In Welkendorf wird das Abwasser im Mischsystem abgeleitet, weswegen bereits ein Regenüberlaufbecken erstellt wurde, das bei stärkeren Niederschlägen als Überlaufschwelle fungiert und den ersten Schmutzwasserstoß abfängt."Deswegen ändert sich bei den Hausanschlüssen in Welkendorf nicht viel", erklärte Bauamtsleiter Lang.

Fahrbahnen müssen warten


Den Bauablauf sprach Michael Dötzer von der Bamberger Planungsgruppe Strunz an. Der Kanalstrang von Gemünd her sei verlegt und die Leitungen in Welkendorf weitgehend fertig. In Weißenbrunn müsse der Kanalgraben noch fertig gestellt werden und er rechne damit, dass entlang der Hauptstraße bis Weihnachten noch die Hausanschlüsse möglich werden. "Die Seitenstraßen schaffen wir aber erst im nächsten Jahr. Ab März noch zwei Monate", schätzte der Planer.


Folgen nach den Kanal- die Straßenbauer? Bürgermeister Herrmann hatte schnell ein Stimmungsbild ausgemacht: "Da sind alle nicht so prickelnd dabei? Wenn sie uns aber bestürmen, werden nicht nur die Kanaltrassen, sondern die Fahrbahn auf gesamter Breite hergerichtet. Das muss dann aber auf die Anlieger umgelegt werden."