Patrick Hanff züchtet seit fast zehn Jahren Federvieh und hat enormen Spaß an seiner ungewöhnlichen Freizeitaktivität. "Dass ich deswegen manchmal etwas später zu Familienfeiern komme oder auf den ein oder anderen Urlaub verzichten muss, stört mich kein bisschen", erzählt er.

Am Wochenende fanden seine monatelangen Vorbereitungen und die Planungen der weiteren Tierliebhaber aus dem Itzgrund ein Ende. Die Züchter des Kleintierzuchtvereins Untermerzbach Lahm und Umgebung ließen auf dem Hof von Karin Präcklein ihre Tiere in den Kategorien Geflügel (Tauben) und Kaninchen von Preisrichtern bewerten lassen.

Viel Geld in Hobby gesteckt


Um in diesem Wettbewerb gut abzuschneiden, hatten die Teilnehmer, wie Schirmherr und Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) immer wieder betonte, nicht nur viel Geld in ihr Hobby gesteckt, sondern ebenfalls viel Freizeit und Arbeit investiert.
"Heuer allerdings war es schwer, genügend Züchter aufzutreiben", bedauerte Dietz, " denn der demographische Wandel hinterlässt seine Spuren auch in unserem Verein." Trotzdem sind Vorstand Helmut Schmidt und Patrick Hanff stolz zu sehen, dass das Fest "gut und gerne von Jung und Alt angenommen wird!"

Gewinner des Wettbewerbs wurden in der Kategorie Geflügel: Erich Schmidt, Martin Zier und Patrick Hanff.

Erika Vogel holt sich Sonderpreis


Für ihre Kaninchenzucht wurden Erika Vogel, Erika Hansky, Michael Brehm, Oskar Vogel und Adolf Hansky geehrt.
Die Preisträger erhielten neben "hohem Respekt für den Fleiß" erstmals einen Sack Tierfutter, da Helmut Schmidt zu bedenken gab, dass manche Teilnehmer schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten Pokale erhalten und damit eher wenig anfangen können.

Erika Vogel, die mit dem Landesverbandsehrenpreis für ihre Kaninchen ausgezeichnet wurde, züchtet nun schon mehr als 15 Jahre gemeinsam mit ihrem Mann Oskar. Zwar opfern sie gern die viele Zeit und das Geld für ihr Hobby, doch "das Futter wird jedes Jahr teurer", so Erika Vogel, und belastet so natürlich sehr die Finanzen der Züchter.
Die Memmelsdorfer Tierschau überzeugte die Gäste trotz heftiger Böen erneut mit hausgemachtem Essen, viel guter Laune und Humor. Kein Wunder also, dass das Festzelt fast überquoll vor Besuchern.

Von Annabel Hauguth