Die Schauspielerin schlüpfte beim Solotheater in die Rollen von Tarzan und Jane, die sämtliche Facetten des menschlichen Miteinanders durchleben. Die Aufführung war das Sahnehäubchen auf einem Drei-Gänge-Menu, das Thomas Streit kredenzte.

Zur Geschichte: Eine am Burnout-Syndrom leidende Paar-Therapeutin flüchtet aus ihrem Alltagstrott Hals über Kopf in den Dschungel, um dort von einem Mann gerettet zu werden. "Ich Jane - du Tarzan" lautet der Titel.
Dass der Mann aus dem Dschungel den Reizen der Frau erliegt, versteht sich von selbst - kein Wunder, bei diesen Augen und diesem Wimpernspiel. Gestenreich tänzelt Toùssa über ihre Mini-Bühne, die nur aus einer Bank und einem Paravan besteht. Sie weckt in Tarzan den Beschützer-Instinkt und noch viel mehr.

Das gemimte Paar sucht den Körperkontakt, ganz im Gegensatz zur jungen Generation, die "nur noch über die Tastatur miteinander spricht" und dabei Facebook benutzt, dieses "Dixi-Klo der literarischen Ausscheidungen". Die verlieben sich, ohne sich je in Natura gesehen zu haben. Das passiert Jane aber nicht, sie sucht die Nähe, legt den Kopf auf Tarzans Brust und lauscht seinem Herzschlag gegen den ein Trommel-Solo nix wäre.