Bürgermeister Stefan Paulus (SPD/CWG) unterstrich die Bedeutung von Chören für das kulturelle Leben in einer Gemeinde wie Knetzgau. Er wünschte den Vereinen, dass es ihnen gelinge, auch junge Menschen für gemeinsamen Gesang zu begeistern.

Die Vorsitzende Margot Neuner blickte auf die Gründung des Gesangvereins, der anfangs ein reiner Männerchor war und ausschließlich die Kirchenmusik ergänzte. Mehrfach ruhte der Verein, unter anderem während der beiden Weltkriege, aber auch in den 70er Jahren.

1981 wurde der "Liederkranz" wieder aktiv. Roman Höhn leitete die Vereinsgeschicke, Siegfried Tioka schwang den Taktstock. Seit 1998 ist Sängergruppenvorsi tzender Werner Geisel Chorleiter, Rosa Mahr war 2001 die erste Frau als Vorsitzende, heute leitet Margot Neuner den Verein.

Anlässlich des Jubiläums zeichnete der Sängerbund langjährige Sänger aus. Die Ehrennadel für zehn aktive Jahre erhielten Ingrid Albert und Hannelore Weißgerber, für 25 Jahre Chorgesang: Anni und Hubert Götz, Erwin Ullrich, Edwin Kraus, Robert Schneider und Maria Stahl.

Zum Sängertreffen kamen der "Sängerbund" Untertheres, der "Sängerkranz" Fürnbach, die "Sängerlust" Prappach, der Männergesangverein "Eintracht" Augsfeld und der Gesangverein "Frohsinn" Knetzgau. Die Knetzgauer gaben eine Kostprobe ihres deutsch-russischen Integrationsprojekts. Olga Zimmermann, Helene Eichmann und Jessica Baar repräsentierten die russischen Teilnehmerinnen. Der Chor erntete viel Beifall für "Schlafe mein Prinzchen" in deutscher und russischer Sprache.

Die musikalische Bandbreite des Nachmittags war groß vom Steigerwälder Sangesgruß der Gastgeber über Evergreens von Freddy Quinn bis zum Freiheitschor aus der Oper "Nabucco". Die Schönheit des Lebens, die Liebe und der Frühling wurden besungen.