Mehrere Baustellen, der Spielplatz im Klingengrund in Trossenfurt und der Friedhof Trossenfurt, waren die Ziele des Oberauracher Bauausschusses am Donnerstag.
Im Friedhof standen das sanierungsbedürftige Leichenhaus und die seit Jahren diskutierten Hecken zur Diskussion. Am Leichenhaus macht vor allem das undichte Dach Probleme. Die Bauverwaltung legte einen Sanierungvorschlag vor, der etwa 20 000 Euro kosten sollte, wenn der Bauhof verschiedene Arbeiten in Eigenleistung erledigt. Das Leichenhaus selbst wird am massivsten saniert, das Dach wird zunächst abgenommen, die Mauern mit einem Ringanker versehen, innen neue Türen und ein neuer Bodenbelag eingebaut. Eine neue Eindeckung wird auch die anschließende Aussegnungshalle erhalten, die Dachkonstruktion ist hier noch gut, allerdings schlugen die Bauausschussmitglieder einen helleren Anstrich für die Holzkonstruktion vor. Insgesamt wurde der Sanierung wie vorgeschlagen zugestimmt.

Die Hecken zwischen den Grabsteinen werden in Trossenfurt, Tretzendorf und Hummelmarter seit Jahren diskutiert. Die Hecke muss mehrfach jährlich zurückgeschnitten werden, damit sie die Grabsteine nicht "verschlingt", an vielen Stellen ist sie aber innen schon so verholzt, dass nach dem Rückschnitt kein Grün mehr ausschlägt. Allerdings war die Sorge auch groß, ob man zwischen den eng stehenden Grabsteinen die schon betagten Thujas überhaupt ohne Beschädigungen entfernen kann. "Es war nicht ganz einfach, ging aber doch besser als befürchtet", erklärte der Leiter der Bauverwaltung, Marcus Tropper angesichts eines ersten Probestückes.


Vorschlag kommt an

Bei den Grabbesitzern kam der neue Anblick sehr gut an, so dass die Gemeinderatsmitglieder schon mehrfach gefragt wurden, wann die anderen Reihen dran kommen. Der gemeindliche Bauausschuss beschloss, auch die anderen Hecken Zug um Zug zu entfernen, den Raum zwischen den Grabsteinen mit Basalt-Steinen zu füllen und womöglich an den Reihen-Enden einen Strauch zu pflanzen.

Nach dem Beschluss des Gemeinderates, am Kindergarten Kirchaich Bodenschwellen in die Straße einzubauen, kam auch aus Trossenfurt ein Antrag auf solche Verkehrsberuhigung, und zwar im Bereich des Spielplatzes "Klingengrund". Obwohl der gesamte Siedlungsbereich Tempo-30-Zone und die schmale Straße mit vielen Baum-Inseln versehen ist, werde hier unangemessen schnell gefahren, berichteten Anwohner in ihrem Antrag. Da die Straße ohnehin schon stark verkehrsberuhigend ausgebaut ist, lehnte Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) einen Einbau von Schwellen ab und schlug Schilder "Vorsicht, Spielplatz" vor. Die Bauausschussmitglieder favorisierten großflächige, auf die Straße aufgemalte Warnsymbole, die ober- und unterhalb des Spielplatzes auf die Fahrbahn aufgebracht werden sollen und etwa gleich viel kosten wie Schilder.

Einige Verzögerungen und damit auch Verärgerung der Anlieger gab es in Neuschleichach, wo die Bachstraße im Rahmen der Dorferneuerung komplett erneuert wird. Allerdings seien jetzt Kanal und Wasserleitung erneuert und die Firma arbeite unter Hochdruck, erklärte Bürgermeister Thomas Sechser vor Ort. Die neue Straße dürfte jetzt nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Als erste Adressen in Oberaurach haben die Anlieger in der Bachstraße und "Am Röthenhang" nun auch Glasfaser bis ans Grundstück verlegt erhalten, also die beste Breitband-Versorgung. Schwierigkeiten macht beim Straßenausbau allerdings ein zu flach verlegtes Stromkabel, diesbezüglich soll nochmals Kontakt mit der Überlandzentrale Lülsfeld aufgenommen werden.


Lob für die Firma

Auch in Kirchaich gab es in der Dorferneuerung Verzögerungen, aber auch sehr Erfreuliches. Mehrere Projekte laufen hier in einer Dorferneuerungsmaßnahme. Das Friedhofsumfeld ist praktisch fertig, Verzögerungen gab es am Einmündungsbereich Kaulberg wegen der schadhaften Bach-Verrohrung. Sehr erfreulich allerdings ist der Ausbau des Kirchweges gelaufen. Direkt nach der Erstkommunion wurden hier die Arbeiten begonnen und am Donnerstag konnte der Bauausschuss die fertig gepflasterten Fahrbahn- und Nebenflächen begehen.
Sehr gelobt wurde von den Kirchaicher Ausschuss-Mitgliedern die ausführende Firma Schlick, die hervorragende Arbeit geleistet habe. "Die haben Überstunden gemacht ohne Ende", sagte Christine Stark, "die Anlieger haben sie aber auch gut mit Kaffee und Brotzeit versorgt", ergänzte Uwe Endes, der selbst ein Anlieger der Baustelle in dem Gemeindeteil ist. sw