Das Frühjahr naht in diesen Tagen mit Riesenschritten, die Natur erwacht und das ruft auch die Imker auf den Plan. Der Imkerkreisverband Haßberge und die Imkervereine im Landkreis bieten wieder das Probe-Imkern an. Dazu werden den an der Imkerei und der Natur interessierten Menschen erfahrene Imker (Imkerpaten) zur Seite gestellt. Eine Informationsveranstaltung hierzu findet am Freitag, 14. März, um 19 Uhr im Gemeindezentrum in Kirchlauter statt.

Zum Reinschnuppern in die Imkerei sind keine großen Investitionen nötig. Die wenigen erforderlichen Gerätschaften, wie Imkerbluse oder Stockmeisel können kostengünstig bei der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland in Eltmann erworben werden. Außerdem wird den Probe-Imkern ein Bienenvolk zur Verfügung gestellt, das diese gemeinsam mit ihren Paten das Jahr über betreuen.

Auch Plätze zum Aufstellen von Bienenvölkern werden von Forstämtern, Gemeinden oder Landwirten meist gegen einen kleinen Obulus - in Form einiger Gläser Honig - oder sogar kostenlos zur Verfügung gestellt.
Im Verlauf des Probe-Imkerns erhalten die Teilnehmer Einblick in die Welt der Bienen, in deren Betreuung durch den Imker und in die Abläufe in der Natur von Frühjahr bis Herbst. Bienen sind nämlich ein unverzichtbarer Teil der Natur. Sie liefern nicht nur Honig und Wachs. Viel größer ist ihr Nutzen für den Kreislauf der Natur. Eine Vielzahl von Pflanzen könnte nicht existieren, wenn nicht die Bienen deren Bestäubung übernehmen würden. Bis zu 90 Prozent des Ertrags, den die Bienen bringen, kommt den Menschen in der Umgebung der Bienenvölker zugute.

Fachvorträge

Zusätzlich zu der individuellen Betreuung der Neuimker bieten der Imkerverein Kirchlauter und der Imkerkreisverband Haßberge am Lehrbienenstand in Kirchlauter vom Frühjahr bis in den Herbst Fachlehrgänge an, bei denen erfahrene Imker, wie die Imkermeisterin Renate Hau, Detailwissen vermitteln. So stellt Harald Kuhn aus Zeil am Samstag, 22. März, ab 14 Uhr am Lehrbienenstand das "Bienenvolk nach dem Winter" vor.

Am Sonntag, 30. März, findet von 10 bis 16 Uhr ein Lehrgang im Gemeindezentrum statt, in dem das theoretische Wissen der Bienenhaltung vermittelt werden soll. Als Referentin steht die staatliche Fachberaterin für Bienenzucht, Barbara Bartsch, zur Verfügung. Besprochen werden die Arbeitsteilung im Bienenvolk, die Entstehung einer Königin und das Schwärmen von Bienen oder die Verständigung unter den Bienen. Aber auch theoretische Grundlagen der Haltung - zum Beispiel die Anforderungen an den richtigen Standort, Arbeits- und Betriebsmittel - werden behandelt.

Interessenten können sich bei Werner Hornung vom Imkerkreisverband Haßberge, Telefonnummer 09534/403, oder bei Peter Kirchner, Telefonnummer 09536/352, melden.