Der Name "ISIS" klingt bei einem Blick auf die jüngste Geschichte etwas bedrohlich. Tatsächlich soll ein Modell zur Einführung eines Informationssicherheit-Managementsystems mit dem Namen "ISIS 12" die Kreisstadt künftig vor Hackerangriffen schützen. "Es gibt täglich zehn Angriffe auf unser Rechenzentrum", berichtete Bürgermeister Günther Werner (FW) in der Sitzung des Finanzausschusses.


Mitarbeiter werden geschult

Um Cyberangriffe oder Datendiebstähle zu verhindern, sind vielfältige Maßnahmen nötig. Dazu gehören nicht nur technische Hilfsmittel, sondern auch Schulungen für die Mitarbeiter, denn schon das Drücken einer falschen Computertaste kann schlimme Folgen haben und den Kriminellen Zugang gewähren. Kürzlich kostete ein solcher Fehler die Stadt Dettelbach 490 Euro, die sie an Lösegeld nach einem Cyberangriff zahlen musste.


Zuschüsse sind möglich

Eine Förderung durch den Freistaat Bayern von bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal jedoch 15 000 Euro, ist möglich. Im Haushalt 2016 wurde bereits ein Betrag von 15 000 Euro für diesen Zweck eingestellt, weitere 30 000 Euro müssen für den Haushalt 2017 vorgesehen werden. Die Einführung von ISIS 12 soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Der Finanz- und Hauptausschuss stimmte am Montag der Einführung des Systems zu.

Mittagsbetreuung

Das Rote Kreuz organisiert die Mittagsbetreuung an der Grundschule Haßfurt. Die Finanzierung erfolgt durch einen festgelegten staatlichen Zuschuss, einen Zuschuss der Stadt in gleicher Höhe sowie durch Elternbeiträge. Der Finanzausschuss stimmte einer Übernahme der Mehrbedarfsfinanzierung in Höhe von 4080 Euro für die Mittagsbetreuung der Grundschule zu.

Zuschuss

Für die Montage von fünf Epitaphien an der Nordwand der Ritterkapelle rechnet die Pfarreiengemeinschaft St. Kilian mit Kosten von 40 000 Euro, von denen 35 000 die Diözese Würzburg trägt. Auch in der Vergangenheit unterstützte die Stadt auf freiwilliger Basis kirchliche Maßnahmen. Der Finanzausschuss hält eine Zehn-Prozent-Förderung für angemessen, was einem 4000-Euro-Zuschuss entspricht. Die Grabplatten, die auf Stahlwänden fixiert wurden, sollen der Abrundung des Dokumentationszentrums und der Ritterkapellensanierung dienen.

Richtfunk

Unter dem Punkt "Sonstiges" kam das Gespräch kurz auf das Thema Richtfunk in Prappach. Im Streit um die Internetanbindung des Stadtteils wurden immer wieder Anfragen an die Stadt gestellt. Bürgermeister Günther Werner (FW) wies darauf hin, dass es sich bei "Schnell im Netz" nicht um ein städtisches Unternehmen handelt und die Stadt damit keinen Einfluss auf dessen Firmenpolitik hat. "Schnell-im-Netz"-Geschäftsführer Stephan Hager habe darum gebeten, dass die Stadt sich aus dieser Sache heraushalten solle. Zweiter Bürgermeister Michael Schlegelmilch stimmte zu einem gewissen Teil zu, betonte aber auch: "Eine Stadt sollte sich nicht das Recht nehmen lassen, für ihre Bürger zu sprechen."

Zusammenarbeit

Einer Weiterführung der Kooperation mit dem Aktionskreis Haßfurt Aktiv (AHA) stimmte der Ausschuss zu. Diese Fortführung war im November 2015 zunächst befristet beschlossen worden. Eigentlich sollte sie bis Ende Juni laufen und dann durch den Stadtmarketing-Prozess abgelöst werden. Da dieser Prozess jedoch bisher nicht abgeschlossen ist, stimmte der Finanzausschuss dafür, die Vereinbarung mit dem AHA bis zum Jahresende zu verlängern. Die Kosten dafür belaufen sich auf 4500 Euro für die Fortzahlung des städtischen Anteils am Geschäftsführergehalt sowie auf 5000 Euro für die Bezuschussung der Weihnachtsaktion.