Mit dem Spatenstich am 20. März 2015 gab die Arbeiterwohlfahrt als Träger den offiziellen Startschuss für den Bau des Seniorenzentrums an der Hainerter Straße in Knetzgau. Am Wochenende bestand nun die Möglichkeit, Musterappartements zu besichtigen. Vor Ort waren Experten von der Arbeiterwohlfahrt und der ausführenden Firma Erlbau, die in Beratungsgesprächen informierten.

Anerkennung

"Hier lässt es sich gut wohnen", äußerte sich ein Besucher anerkennend beim Anblick der Musterappartements. Annika Kuhbandner vom Haus Zeil der Arbeiterwohlfahrt hatte sie detailgetreu eingerichtet. Mitten im Rohbau wurden ebenerdig zwei Einzelappartements komplett fertiggestellt, ein Musterfußbodenbelag ausgewählt sowie Fenster und Türen montiert, um der Bevölkerung einen Einblick zu gewähren.

Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) zeigte sich beeindruckt von der Innenausstattung, die vom Pflegebett über Kommode, Ohrensessel, liebevoller Dekoration, flammenhemmenden Gardinen bis hin zur ansprechenden Badeinrichtung reicht.

Für die Bauarbeiten, die mit großem Interesse von der Bevölkerung verfolgt werden, sprach Bürgermeister Paulus ein großes Lob aus. Nach Fertigstellung und Einzug der Bewohner, der für den Frühsommer 2016 geplant ist, ist es laut Gemeindeoberhaupt Aufgabe der Bürger, Sorge dafür zu tragen, dass sich die Bewohner wohlfühlen. Die Einrichtung werde sich nach außen öffnen und die Bürger und die Vereine in den Alltag der Bewohner einbeziehen. Dazu trage auch eine Caféteria bei, die für Veranstaltungen, Vereinstreffen, Proben des Musikvereins, Ausflüge und die Kooperation mit der benachbarten Dreiberg-Schule genutzt werden könne.

82 Plätze

Im Seniorenzentrum Knetzgau sind 82 Pflegeplätze geplant, davon 72 Einzelappartements und fünf Doppelzimmer. Zudem werden sechs Tagespflegeplätze integriert, wie Martin Ulses, Bezirksgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte. Durch das Wohngemeinschaftskonzept mit fünf überschaubaren Wohngruppen mit jeweils einer eigenen Wohnküche und Wohnzimmer für etwa 16 Personen sei die Arbeiterwohlfahrt bestrebt, die Lebensqualität zu erhöhen. "Es darf gekocht werden, aber es muss nicht", sagte Martin Ulses. "In Würde altern" sei der Arbeiterwohlfahrt ein besonderes Anliegen. Im Mittelpunkt der Arbeit stehe der Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten, versicherte er.

Das Haus in Knetzgau erfüllt als "Effizienzhaus KfW 55" die staatliche Energieeinsparverordnung, wodurch ein zinsgünstiges KfW-Darlehen beansprucht werden kann, erläuterte Frank Kühnhauser von der Firma Erlbau. Die Pflegeappartements bestehen aus einem Wohn-/Schlafraum, Bad und WC und sind möbliert. Es können eigene Möbel mitgebracht werden. Zudem steht den Senioren, ihren Angehörigen und Besuchern sowie allen Bürgern von Knetzgau eine Caféteria mit großzügiger Terrasse zur Verfügung. Auch der große Garten soll vielfältig genutzt werden, erfuhren die Besucher.