Die Elftklässler der Freien Waldorfschule in den Mainauen in Haßfurt waren zu Gast beim Antrittsbesuch von Frank-Walter Steinmeier in der Staatskanzlei in München.

Der Kunstlehrer Peter Groh und die Eurythmielehrerin Akiko Matsunaga waren sich vor Wochen, als sie die Klassenfahrt nach München planten, nicht bewusst, zu welchem Anlass sie geladen werden. Seit Montag befinden sich die Schüler in der Landeshauptstadt, nach Museumsbesuchen und dem Konzentrationslager in Dachau waren sie doch just zum Antrittsbesuch des neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit seiner Frau Elke Büdenbender am Mittwoch im Landtag, wie die Schule weiter mitteilte.


Erste Station

Bayern ist die erste Station von Steinmeiers "Demokratiereise" durch Deutschland, bei der er die "Stimmen unserer Demokratie hören" will. Wenige Klassen waren geladen, ihre Demokratieprojekte vorzustellen. Für den Landkreis Haßberge begleitete der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel (CSU) die Schüler der Freien Waldorfschule. Nach den Ansprachen von Ministerpräsident Horst Seehofer und Steinmeier bekamen die Schüler die Gelegenheit zu einem kurzen persönlichen Gespräch mit dem Staatsoberhaupt.

Die elfte Klasse der Freien Waldorfschule erarbeitete im Unterricht "Medienpädagogik" einen Kurzfilm zur Flüchtlingssituation im Landkreis. Hierzu formulierten sie Fragen zum Thema Flüchtlinge und interviewten Haßfurter. Zusätzlich befragten die Schüler Flüchtlinge nach ihren Erfahrungen der Flucht und ob sie sich gut aufgenommen fühlen. Diesen Kurzfilm überreichten sie Steinmeier; sie führten auch einen kurzen Dialog über das Thema Demokratie in Waldorfschulen.


Kurzfilm kommt ins Kino

Wie die Waldorfschule in Haßfurt weiter informiert, wird die 20-minütige Dokumentation im Sommerkino-Programm des Capitol-Theaters in Zeil am Käppele als Vorfilm zum Film "Willkommen bei den Hardtmanns" gezeigt. red