"Diese Musiker sind super. Die haben mich gleich beim ersten Lied angefixt. Der Spaß, den sie miteinander beim Spielen haben, springt sofort aufs Publikum über und ihre Interaktion mit ihren Zuhörern ist beeindruckend." So urteilte Freya Sidon aus Sylbach über das Konzert der Band "Famos" beim Kulturamt Haßfurt im ausverkauften Gewölbekeller der Stadthalle.

Denn das frisch getraute Ehepaar Stephan Schmitt (Akustikgitarre, Gesang) und Conny Morath (Gesang) aus Würzburg, und ihre Kollegen Basti Landsleitner aus Bad Neustadt (Cajon, Percussion) und Tommy Kraft aus Wertheim (Akustikbass) zeigten sich an diesem Abend in Bestform. Mit der Musik ihrer "Helden", wie sie es sagten, faszinierten sie ihre Gäste, die einen schönen Abend erlebten und mit Applaus nicht sparten. "Die Stimme von Conny ist der Hammer", so Freya Sidon, die die Band zum ersten Mal hörte. "Die Stimme hat Charakter und einen Wiedererkennungswert. Conny besitzt ein schönes Timbre und eine positive Ausstrahlung, die einen packt und mitreißt." Ähnlich äußerte sich auch Mira Fischer aus Sylbach. "Conny hat eine Wahnsinnsstimme und kann sowohl hart als auch melodisch klingen. Die Titelauswahl der Band ist einfach sensationell und die Musiker vermitteln einem den Spaß, den sie selber empfinden."

So nahmen die Bandmitglieder ihre Zuhörer von Anfang an gefangen mit ihrer schwungvollen, mitreißenden, aber auch ruhigen, akustischen Musik, die vom Blues über den Soul und den Jazz bis hin zu Reggae, Schlager- und Popsongs reicht und auch eigene Kompositionen beinhaltet. Ihre natürliche Emotionalität, ihre ausgeprägte Musikalität und ihre perfekte Musikauswahl ließen niemanden unberührt. Das Haßfurter Publikum, das dafür berühmt ist, gut und gerne mitzusingen, machte seinem Namen auch an diesem Abend alle Ehre. Ohne große Aufforderung sangen die Gäste immer wieder Refrains einstimmig und sogar zweistimmig mit, während sie im Takt klatschten.

Beindruckend

Langer Beifall nach jedem Stück und vor allem am Ende galt zum einen Conny, die eine außergewöhnliche Ausstrahlung, ein ansteckendes Lachen und eine einnehmende Stimme ihr eigen nennt, und zum anderen Stephan, der nicht nur wunderbar Gitarre spielt, sondern ebenfalls beeindruckend singt. Aber auch Tommy, der das Feuer der Band am Akustikbass schürte, und Basti, der von Kopf bis Fuß auf Rhythmus eingestellt ist, wurden vom Publikum gefeiert. "Wir sind gute Freunde und haben Spaß dran, gemeinsam zu musizieren", sagte Conny, die mit ihrem Mann 2009 die Band gründete. "Wir sind eine famose Familie und wachsen immer mehr zusammen."

Dem stimmte Herbert Reinhart aus Grafenrheinfeld zu, der mit seiner Lebenspartnerin Antje Brenz aus Eichelsdorf bereits alle drei Konzerte von "Famos" in Haßfurt besucht hat. "Sie steigern sich von Mal zu Mal und heute sind sie saugut", sagte er. Auch für Kurt Weigand stand fest: "Stephan und Conny sinn famos, Basti drischt nei, dass sei Schlagzeug freggt, doch der König is der Tommy: der spielt im Hintergrund, ruhig und gediegen; wenn er aber losgelassen werd, is er wie a Feuerwerk." Dass das Geld der Stadt in einem solchen Konzert, aber auch generell im Kulturamt gut "angelegt" ist, bescheinigte der Stadtkämmerer Wolfgang Hömer. Obwohl er sich bezüglich der Band "Famos" als "befangen" bezeichnete, weil sein Schwiegersohn Basti mitspielt. Unabhängig davon betonte er aber: "Die Musiker sind sehr gut. Ich bin begeistert von der Vielseitigkeit des Programms und freue mich, dass nicht nur der Mainstream, sondern auch ausgefallene Lieder gespielt werden."

Wer Conny und Stephan noch einmal in einer anderen Formation und mit einem anderen Programm erleben will, kann sich auf das Konzert "Famoser Saitenzauber" am Freitag, 20. Dezember, freuen. Dann werden die beiden zusammen mit der Harfenistin Anne Kox-Schindelin ein etwas anderes Weihnachtskonzert in der Rathaushalle in Haßfurt geben.