Reibungslos liefen die Neuwahlen der Jungen Union Ebern am Sonntag ab. Lukas Geuß, der den größten Ortsverband der JU Haßberge zwei Jahre lang geführt hatte und nun studienbedingt ins "zweite Glied" zurücktrat, fand in Hannah Lang eine Nachfolgerin.

Geduld ist gefragt

Sein Rückblick war vor allem von personellen Umbrüchen, der EBN-Kampagne und zahlreichen Wahlen geprägt. Man solle, wie er sagte, weiterhin Einsatz zeigen, auch wenn sich Ertrag und Erfolg nicht immer sofort einstellten. "Das gilt für die Unterstützung unserer Mandatsträger, aber auch für die Annahme von Problemen der Bevölkerung", so der scheidende Ortsvorsitzende.

Die Neuwahlen, die von Stefanie Hümpfner und Stefan Böhm, den JU-Vorsitzenden aus Königsberg und Maroldsweisach, sowie Stadtrat Manfred Fausten geleitet wurden, stellten die Eintracht der JU-Mannschaft unter Beweis. Ohne Gegenstimme einigte man sich auf Hannah Lang als neue Vorsitzende. Stellvertreter sind Joseph Weiß und Lukas Geuß. Neuer Kassier ist Moritz Musik, während das Schriftführerduo um Moritz Bauer und Jutta Geuß bestehen bleibt. Komplettiert wird der Vorstand von den Beisitzern Thomas Müller, Max Arndt, Martin Müller, Winfried Geuß, Matthias Kaspar, Michael Eckstein und Johannes Lang. Kassenprüfer sind Sonja Weingold und Johannes Geuß.

Den Stadtrat genau beobachten

Die neue Ortsvorsitzende Hannah Lang präsentierte ein Programm für die kommenden zwei Jahre. "Wir müssen junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren wieder mehr für Politik und die JU begeistern" forderte sie ihre Mitstreiter auf. Zudem nannte sie eine genaue Beobachtung der Stadtratsarbeit als einen Eckpfeiler ihrer Tätigkeit.

Die 20-Jährige, die im vergangen Jahr bereits für den Stadtrat kandidiert hatte und bisher vor allem auf Kreisebene für die JU aktiv war, forderte auch von der "Mutterpartei" CSU mehr Informationen.

Die CSU-Ortsvorsitzende und Stadträtin Gabriele Rögner betonte die Wichtigkeit der Beschäftigung mit Kommunalpolitik. "In unserer Stadt läuft eben nicht alles richtig. Wenn die Gewerbetreibenden, die für Arbeitsplätze und Wohlstand in Ebern sorgen, nicht einmal mehr zum Neujahrsempfang der Stadt eingeladen werden, gibt mir das zu denken. Vom Bau einer sozialen Stadt könne wohl kaum gesprochen werden, wenn vor allem für Familien die Bädergebühren erhöht werden", so Rögner. Solche "Brennpunktthemen" müsse man aufgreifen und mit dem JU-typischen Elan am Laufen halten, forderte sie.